|
|
Rush – „Clockwork Angels“ Germany 2013
04.06.13 Köln, Lanxess Arena (Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr)
06.06.13 Berlin, O2 World (Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr)
RUSH: Kanadas ProgRock-Virtuosen präsentieren neue CD bei zwei Deutschland-Shows im Juni 2013
(thk) Zwölf Monate nach der Veröffentlichung ihres jüngsten Albums stellen Rush dieses auf ihrer Deutschlandtournee bei zwei Konzerten in Berlin und Köln live vor: „Clockwork Angels“ (Warner Music) lautet der Titel des 20. Studio-Opus der drei Kanadier seit 1968. Ihr erster Tonträger nach fünfjähriger Plattenpause, vollgepackt mit ausschließlich aktuellem Songmaterial, dreht sich um die Reise eines jungen Mannes durch eine üppige, farbenfrohe Welt des Steampunk und der Alchemie (im Stile eines Science-Fiction-Romans von Jules Verne), in der er versucht, seinen Träumen zu folgen. Die Geschichte beinhaltet verlorene Städte, Piraten, Anarchisten, einen exotischen Karneval und einen steifen Uhrenmacher, der allen Aspekten des täglichen Lebens höchste Präzision abverlangt. Die Story, die auch als Roman erscheinen wird, ist in zwölf ebenso geradlinigen wie komplexen, virtuos präsentierten, diffizil konstruierten, harten Rocksongs vertont. Die ersten beiden Stücke ihrer aktuellen, wieder von Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Deftones) produzierten CD stellten Rush hierzulande bereits während der umjubelten, ausverkauften „Time Machine“-Exklusivshow am 29. Mai 2011 in Frankfurt vor. Im Rahmen einer aufwändigen Bühnenproduktion bewiesen Geddy Lee (Leadgesang, Bass, Keyboards), Alex Lifeson (Gitarre) sowie Neil Peart (Schlagzeug) einmal mehr, dass sie es verstehen, ihre Musik visuell stets ebenso eindrucksvoll wie unterhaltsam zu präsentieren. Deshalb darf im Juni 2013 erneut Spektakuläres von ihnen erwartet werden. Die Karten zu dem Ohren- und Augenschmaus, bei dem sicher zusätzlich einige Rush-Klassiker wie „Tom Sawyer“, „The Spirit Of The Radio“ oder „Subdivisions“ aufgeführt werden, kosten € 50, € 60, € 70 in Köln und 38 bis 75 Euro in Berlin – jeweils zuzüglich Gebühren. Sie sind im Vorverkauf erhältlich. |
 |
„Hein, Du sach ma, watt datt für´n Lärm da bei de Tegelhütters?“ So dürften die 2 oder 3 Einwohner von Brande-Hörnerkirchen, hoch im Norden, reagiert haben, als das erste Headbangers Open Air stattfand. Mittlerweile dürften sich die freundlichen Nordlichter daran gewöhnt haben und zeigen sich ähnlich freundlich und verständnisvoll wie die Bewohner von Wacken in den zahlreichen WOA-Doku-DVDs. Kühe, Weiden, Bremsen, Traktoren – und Heavy Metal! Doch nicht nur die Gegend an sich ist schon kult, sondern auch der Veranstaltungsort selbst: Der Hof mit den angeschlossenen Wiesen des Veranstalters Thomas Tegelhütter. Irgendwann nannte ich das HOA (Abkürzung für Metal-Fachleute) mal „Gartenparty“ und auch wenn ich es nicht belegen kann, ich glaube der Begriff wurde klammheimlich von mir übernommen. Jede Band , die das erste Mal beim HOA ankommt und die Bühne inspiziert, bekommt erst mal einen kleinen Schreck: „Das ist das HOA?“ . Morgens um 10 kann man sich nur schwer vorstellen, daß nur wenig später ca. 1500 fanatische Fans vor dem Bretterverschlag stehen, der zu einer Bühne umfunktioniert wurde. Doch es funktioniert eben und dürfte auch niemals anders sein! Mietbühne kann doch jeder! Der Sound ist top, das Licht völlig ausreichend und jede Band verläßt grinsend die Bühne. Und wenn es dunkel wird, dann ist der ländliche Effekt der HOA-Stage auch verflogen. Kein regelmäßiger HOA-Besucher möchte etwas Anderes als eben DIESE Bühne. Das muß so sein und das darf nicht anders sein. Punkt, aus, keine Diskussion!
Neben dem großen Indoors-Bruder „Keep It True“ und dem etwas kleineren, aber feinen „Swordbrothers Festival“ ist das HOA das einzige wichtige Echtmetallfestival. Soll bedeuten, daß es sich beim Line-Up entweder um alte Herren (wiedervereint oder eben immer noch aktiv) handelt, oder um Newcomer und aktuelle Acts, die aber dem traditionellen Metal zugehörig sind. Hier kommt die Komponente Geschichtsunterricht hinzu. Die kanadischen Hardrocker Fist spielen, ähnlich wie letztes Jahr Vulcain (F) und Baron Rojo (SP), nach all den Jahren das erste Mal in Europa. Auch NWOBHM ist dieses Jahr wieder am Start: Jaguar, Black Rose und Pagan Altar sorgen für britische Momente. Natürlich dürfen auch US-Metal Helden wie Hades, Intruder, Powermad oder Riot nicht fehlen. Und den deutschen Thrashern Tankard hat es 2009 so gut gefallen, daß sie dieses Jahr (und viele Kilo leichter) wieder den Hof rocken.
Manchmal lassen sich die Acts auch zu speziellen Shows überreden. Das ist Jürgen Hegewald und Thomas Tegelhütter z.B. bei Sinner gelungen, die wohl viel „Noise Records“ Material zum Besten geben werden. Ich hoffe, daß sich Mat Sinner einen Schnauzbart ankleben wird, damit es auch optisch ein authentischer Leckerbissen wird! Die Amis Eden, eigentlich auch so schon recht kultig, spielen Songs der Vorgängerband August Redmoon. Und The Gate sind keine Geringeren als Preacher und Hasche von Running Wild (erste und im Falle Hasche auch noch die zweite Platte), die die Frühphase der Band aufleben lassen. Und The Sanity Days sind nichts Anderes als Onslaught, die ihre dritte LP „In Seach of Sanity“ performen. Nach zwei Thrash Alben war die melodische, aber dennoch brettharte Platte mit Steve Grimmet (Grim Reaper) am Gesang eine Überraschung. Heute macht das Material noch mehr Spaß als damals, zumal der gute Steve immer noch trällert wie ein Engel.
Ich freue mich besonders auf das Deutschland-Debüt der alten schwedischen Helden Silver Mountain, die mit ihrem flotten aber melodischen Metal der Marke Rainbow einst untergegangen sind. Und die Australier Hobbs Angel Of Death sollen sich nicht wagen, die Bühne zu verlassen ohne „Marie Antoinette“ gespielt zu haben! Und Hades? Die sind immer eine Bank!
Wahrscheinlich werden schon Mittwochs die ersten Zelte auf der Weide…äh, auf dem Zeltplatz stehen und man kann obskursten Metal aus den Autolautsprechern hören. Davor sitzen langhaarige Metaller in Spandexhosen und unterhalten sich darüber, welches die beste Manilla Road LP war oder ob man eine Heavy Load Reunion braucht. Aggression, Schlägereien? Fehlanzeige! Hier geht es mehr um die Musik an sich als auf diversen anderen Metalevents, wo konstant 50% der Besucher in ihrem Zelt bleiben „wegen der Party“. Beim HOA findet die Party direkt vor der Bühne statt und man erholt sich beim Metal Markt oder auf den Bierbänken im Futterbereich, wo auch die Autogrammstunden stattfinden. Und wer nach drei Tagen noch nicht genug hat, der kann auch noch die Aftershowparty mitnehmen.
Ich selbst werde mit einer Platte Tütenwein (ich bin Weinkenner!) in Brande-Hörnerkirchen eintrudeln und mit dem Streetclip.tv Team das Event auf DVD festhalten. Interviews mit schwerer Zunge am späten Abend nicht ausgeschlossen. Ein oder zwei Mal wird mich Jürgen Hegewald am Kragen packen und mich vor die Bühne ziehen, weil ich sonst einen Act verpassen könnte. Und natürlich werde ich traditionsgemäß am Donnerstag Morgen das Festival-Schlagzeug aufbauen, damit der Bühnenmanager „Mac“ bei Laune bleibt. Dafür bekomme ich dann vielleicht ein paar Streicheleinheiten von Promoterin „Tennessee“. Ein Familienfest kann nicht viel anders sein…
PS 1: Das Melken der Kühe auf der Nachbarweide aus ausdrücklich verboten! Doch wenn der Thomas wie Rob Halford singt, die Kuh im Takt den Euter schwingt!
PS 2: Tickets gibt´s ab 48,- Euro zzgl. Gebühren unter www.ADticket.de
Euer Andreas „Neudi“ Neuderth |
 |
Besser als auf dem Sampler „Rock Attack Vol. 1“ kann man wirklich nicht darstellen, was derzeit in der Rockwelt so alles möglich ist. Die zwei Silberlinge bieten einen repräsentativen Querschnitt durch so viele stilistische Spielarten, Newcomer, dazu ein paar Acts auf dem aufsteigenden Ast, Etablierte und sogar der eine oder andere Oldie. Andreas Bob von Fastball Music erklärt den Gedanken, der hinter „Rock Attack“ steckt.
Wann kamen denn die ersten Ideen auf, einen Sampler wie „Rock Attack“ zu veröffentlichen? „Schon länger, da wir ja früher immer wieder mal Sampler gemacht haben, verloren das über die Jahre aber stückweit aus dem Fokus, weil der Markt dafür doch schon sehr geschrumpft ist. Bei unserem Label sind jedoch so viele Anfragen von qualitativ hochwertigen Newcomerbands aufgelaufen, wobei es dir als Company unmöglich ist, alles rauszubringen. Da kamen wir irgendwann auf die Idee, doch wieder mal so einen Querschnitt zu machen. Zuerst war’s als Einzel-CD geplant, aber aufgrund der Masse ist ganz schnell klar geworden, daß es nur über eine Doppel-CD laufen kann. Dieser Gedanke ist dann weiterentwickelt worden, denn wer kauft sich eine Scheibe nur mit Newcomern? Also mußten auf die Dinger auch ein paar bekanntere Namen als Zugpferde, jedoch nicht ausschließlich, sondern auch als Querschnitt, um zu zeigen, was im Augenblick im Rock- und Metalbereich alles passiert. Und ’Rock Attack’ macht deutlich, daß wir uns um den Nachwuchs überhaupt nicht sorgen müssen; in der Branche gibt es kein Kreativproblem.“
Die Bandbreite ist ja wirklich gigantisch. Erfreulich zudem, daß auf den Longplayern auch einige deutsche Vertreter sind, die sich hinter internationalen Akteuren nicht verstecken müssen.
„Sicherlich sind welche dabei, die ganz am Anfang stehen, aber auch das wollten wir zeigen, daß bereits an der Basis tolle Sachen zu finden sind. Und ich war selbst überrascht über die Flut an Material, die auf uns zukam. Wir haben nur ein paar Mal in das Hornissennest reingestochen und wissen lassen, daß wir an Material für einen Sampler interessiert sind – und wurden mit Vorschlägen und Angeboten überhäuft. Die Auswahl ist unheimlich schwer gewesen, weil du natürlich nicht alles machen kannst, obwohl wir uns ja bereits relativ früh zu einer Doppel-CD entschlossen hatten. Klar, daß wir auch Labelbands von uns auf ’Rock Attack’ präsentieren wollten, aber selbst da mußten wir einige weglassen, weil von den Newcomern noch so viel dabei war, daß uns klar war, darauf können wir nicht verzichten. Total einfach war’s auch, mit den anderen Companies zusammenzuarbeiten, um deren Akteure für ’Rock Attack’ nützen zu dürfen. Das war bei den Newcomern so, die ja teilweise bei kleineren Labels unter Vertrag sind, als auch bei den Größeren wie Nuclear Blast oder Zyx. Es gab überhaupt keine Probleme, eher im Gegenteil. Teilweise wie Subway To Sally oder Krypteria hatten wir auch mit den Gruppen selbst zu tun. Man darf eben auch nicht vergessen, daß es nicht mehr so viele Möglichkeiten gibt, seine Songs auf anspruchsvollen und gut gemachten Samplern unterzubringen. Hinter unserer Geschichte steckt auch ein Konzept, deshalb auch ’Rock Attack Vol. 1’, da wir das Ding ganz klar als Serie machen.“
Mit „Rock Attack“ möchte man ja noch an einer anderen Stelle durchstarten.
„Es hängt ja noch eine andere Sache außerhalb des Samplers dran, nämlich dies live auf die Bühne zu bringen. Leider ist uns der ursprünglich angedachte Auftrittsort in Köln weggefallen, so daß wir da noch auf der Suche nach einem entsprechenden Ort sind. Das alles hat uns ein halbes Jahr zurückgeworfen, aber wir bleiben dran, da dies nach wie vor ein Kern dieses ’Rock Attack’-Konzepts ist, mit dem wir auch bekanntere Acts nach Köln holen möchten. Tokyo Blade hatten wir in diesem Rahmen bereits da. Und so soll’s weiterlaufen, um jungen Bands aus der Region die Möglichkeit zu bieten, in einem größeren Laden aufzutreten, ganz klassisch eben als Opening Act. Wobei die Live-Sache jetzt gar nicht mal unbedingt ausschließlich auf Köln beschränkt sein muß. Ich könnte mir auch durchaus vorstellen, an anderer Stelle mal ein Rock Attack-Festival durchzuziehen; ich bin da für vieles |
 |
Der Prog Rock treibt auch in diesem Frühling einige bunte Blüten. Unter den zahlreichen Neuveröffentlichungen findet sich unter anderem das zweite Studiowerk „King Of Number 33“ der englischen Neo Prog-Band DeeExpus. Die frühere musikalische Spielwiese des Bandleaders und Sängers Andy Ditchfield war in den 90ern übrigens eine Truppe namens The Real Mc Cabe. Zusammen mit seinem Sänger Tony Wright veröffentlichte Andy 2007 das DeeExpus-Debütalbum „Half Way Home“, das viele positive Kritiken einheimsen konnte. Mit dem nun erscheinenden Nachfolgewerk „King Of Number 33“ präsentieren die Herren unter anderem auch einen gewissen Mark Kelly an den Keyboards, der ja bekanntlich die Marillion-Songs veredelt, als neuen Musikerkollegen.
Für Andy beantwortet sich die Frage, ob es sich bei DeeExpus um eine Band oder um ein musikalisches Soloprojekt handelt, nicht ganz so leicht, wie er zugibt.
„Sicherlich startete DeeExpus als reines Soloprojekt von mir. Während der letzten Jahre meiner Zeit mit The Real Mc Cabe in den 90ern traten vielerlei Probleme und Enttäuschungen auf, die das Musikbusiness nun mal so mit sich bringt. Das wollte ich nach meinem Ausstieg erst einmal verarbeiten. Wir mußten damals einigen Mist durchmachen und zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Schnauze richtig voll. Ich wollte nur noch mein eigenes Ding machen. Also begann ich für mich selbst Songs zu schreiben. Als ich fast fertig war, traf ich mit Tony Wright einen alten Freund wieder, der unbedingt bei meinem Projekt mitwirken wollte. So entwickelte sich schließlich das Debütalbum ’Half Way Home’, das bei den Musikfans und der Presse gut angenommen wurde. Ich schrieb damals die komplette Musik und Tony übernahm den Gesang. Die zweite Scheibe ’King Of Number 33‘ ist dagegen vielmehr eine Veröffentlichung einer richtigen Band als ein Projekt. Wir haben uns mittlerweile als Einheit entwickelt und sind zusammengewachsen.“
Mit an Bord sind mittlerweile die Musiker Steve Wright als Livegitarrist und Bassist John Dawson sowie Drummer Henry Rogers. Ebenfalls mit auf der Musikerliste steht Mark Kelly, seines Zeichens Keyboarder bei Marillion. Auf dem aktuellen Werk „King Of Number 33“ greift er in der für ihn typischen Art in die Tasten. Ist Mark fester Bestandteil des DeeExpus Line-ups? Und wie kam es zur Zusammenarbeit mit ihm und Nik Kershaw (er landete in den 80ern den Megahit „Wouldn’t It Be Good“)?
„Wie vielleicht bereits bekannt sein dürfte, plagt Mark Kelly derzeit ein Problem mit seinem Gehör. Das belastet ihn natürlich sehr und da es wohl keine vollständige Heilung mehr geben wird, verändert das Einiges in seinem Leben. Er mußte viele Untersuchungen über sich ergehen lassen und wir wünschen ihm, daß er bald wieder fit ist. Bisher spielten wir vier Liveshows und Mark war mit dabei, obwohl es ihm große Probleme bereitete. Er ist fester Bestandteil des DeeExpus Line-ups. Die Zusammenarbeit mit Mark und ebenso mit Nik Kershaw entstand mehr aus einer Laune heraus. Ich scherzte mit einem Freund, mit wem ich gerne zusammenarbeiten würde und dabei fielen die Namen der beiden Musiker. Ein weiterer Freund schrieb an die beiden und übersendete Mark den Song ’Maybe September‘ und Nik Kershaw unser ’Memo‘ und beiden gefiel das, was sie hörten. Du kannst dir vorstellen, daß es eine große Überraschung war, als mich plötzlich Mark Kelly anrief.“
Von was handelt der Titelsong „King Of Number 33“, der es mit seinen sechs Teilbereichen auf immerhin 26 Minuten und 42 Sekunden schafft?
„Die Grundidee hatte unser Sänger Tony Wright. Als er noch zur Schule ging, gab es einen Typen, der morgens in den Bus der Linie 33 einstieg und den ganzen Tag in diesem Bus sitzen blieb. Das ging Tag für Tag so und der Bus schien sein eigenes kleines Königreich zu sein. Es ist eine Art fiktive Geschichte über diesen Menschen und seine verrückten Reisen sowie die unterschiedlichen Abenteuer, die er in diesem Bus erlebt. Er wurde zu einer eher traurigen Legende, weil er offensichtlich psychisch krank war. Warum der Song so lang geworden ist, liegt wohl daran, daß es in England eine Prog Rock-Band namens Frost gibt, die ihrerseits einen Track mit 26 Minuten Länge geschrieben hat. Das wollte ich noch ein kleines bißchen überbieten.“
Text: Thomas Klaner |
 |
Ende März fand in Speyer - im coolen Lokal/Club Flaming Star, welcher direkt neben der Halle 101 liegt, die Aufzeichnung der Sendung „Strike“ von„unserem“ Neudi mit Gästen von Kissin' Dynamite und Subsignal statt. Die Besucher hatten die Chance, all die peinlichen Schoten, die dann nachher rausgeschnitten werden, in den beiden Interviews live mitzuerleben, was sehr unterhaltsam und lustig war. Zudem wurden die dann später in der Sendung gezeigten Video-Clips auf einen großem Bildschirm gezeigt. Aber nicht nur das: Hannes Braun und Jim Müller spielten noch zwei Akustik-Songs und selbst Zaungäste, die die Band vorher nicht kannten (so wie meine Tischnachbarin) waren von der kräftigen Stimme von Hannes bei „Six Feet Under“ begeistert. Eher verzichtbar war die Info, daß Neudi auf Adele steht - aber nicht wegen ihres Gesangs sondern wegen ihrer Körperfülle. Wir wurden auch Zeuge einer (Erst-)Aufführung des Songs „The Size Of Light On Earth“ in Minimalbesetzung von Arno Menses und dem eigens aus Berlin angereisten David Bartok an der Gitarre (ansonsten ist er bekanntlich Keyboarder), die sehr gelungen war. Und wir erfuhren im Rahmen des Interviews erstmals, daß Subsignal ihren Erfolg ausbauen und Ende Mai erstmals in England im Rahmen des Fused-Festival auftreten werden und nächstes Jahr in Rio de Janeiro! Schade, daß die etwas angepißte Zurechtweisung von Streetclip.tv-Inhaber und Produktionsleiter Bernd Wohlleben an Neudi auf seine Frage „Was soll ich machen?“ – „Ne Ansage, du Eierkopf!“ später in der Sendung nicht zu sehen ist! Insgesamt eine coole Sache! Die Sendung soll nun jeden dritten Montag eines Monats (also nächster aktueller Termin: 21. Mai) in Speyer aufgezeichnet werden.
Text: Georg Lögler |

|
2013 geht es wieder nach draußen auf ein neues Gelände, doch am 25.8.2012 wird im Juz Live Club drinnen gerockt und draußen gefeiert! So ist im Außengelände genug Platz zum Kräftesammeln, Essen, Trinken und Gespräche zu führen. Sicherlich wird es auch einen größeren Merchstand und auch wieder Händler geben. Neben Stratovarius, die in der Gegend Andernach/Koblenz noch nie gespielt haben, werden die Schweden Evergrey das Billing anführen. Ergänzt wird man von den Prog Power-Metallern Red Circuit aus Hessen, sowie klassischen Metalbands der Sorte Custard und Dragonsfire. Als Opener fungieren die Süddeutschen Melodic Metaller Destination’s Calling, die 2012 hoffentlich mit einer zweiten CD um die Ecke kommen. Für faire 29 Euro im VVK geht es ab 14.00 Uhr (Einlaß) los! Das Break Out präsentiert und verlost 3 x 2 Karten für dieses Event! Stichwort : Summer’s End – Postkarte an Break Out – Das Heavy Rock Musik Magazin, Postfach 1336 in 69141 Neckargemünd. Einsendeschluß ist der 15.8.2012! |
 |
Kritik an der Politik oder der Kirche, das kommt nicht überall gut an, auch nicht in Rußland. Das bekamen unlängst Pussy Riot, eine weibliche Punkgruppe, zu spüren, die in der Christi-Erlöser-Kathedrale eine Aktion starteten. Das Gotteshaus ist das Heiligtum der russisch-orthodoxen Kirche und liegt mitten in Moskau. Verkleidet skandierten die Frauen mitten vor dem Altar ein Gebet, in dem sie gegen Putin und die Kirche protestierten. Die Staatsmacht schlug mit aller Härte zu, ließ einige Mitglieder in U-Haft werfen, obwohl sie Kinder, einen festen Wohnsitz und Arbeit haben. Und die Kirchenoberen unterstützten das rigorose Vorgehen, da ansonsten der „Teufel über uns lachen würde“, so der Patriarch. Für die Beteiligten kann ihr Kirchenauftritt mit einem mehrjährigen Aufenthalt in einem Strafgefangenlager enden, da abweichende Meinungen von der offiziellen Doktrin in Rußland nach wie vor unterdrückt werden. |
Eine haarige Geschichte nähert sich wohl langsam ihrem Ende, denn der Zoff über die Rechte an Frank Zappas Bart beschäftigt die deutsche Justiz schon einige Jahre. Zappas Witwe klagt nun bereits über mehrere Instanzen gegen einen Konzertveranstalter und einen Fanclub aus Mecklenburg-Vorpommern, die das erfolgreiche Festival Zappanale durchführen. Logisch, daß da mit dem charakteristischen Schnauzbart des 1993 verstorbenen Musikers geworben und auch entsprechend gestaltetes Merchandise verkauft wird. Der Bundesgerichtshof entscheidet nun am 31. Mai abschließend, wem Zappas Bart gehört; in den Vorinstanzen hatte immer seine Witwe das Nachsehen. |
Gründungsmitglied und Drummer Kosta Zafiriou hat vor den Aufnahmen zum neuen Pink Cream 69-Longplayer bekannt gegeben, daß er die Truppe verlassen wird, da sich seine beruflichen Aktivitäten mit denen bei den Pinkies nicht mehr unter einen Hut bringen lassen. Sein Nachfolger wird PC 69-Drum-Tech Chris Schmidt, der ja unter anderem die letzte Sunstorm-Platte eintrommelte. |
Es ist ja bekannt, daß das amerikanische Sozialversicherungssystem in den Staaten mit dem in Deutschland wie auch vielen anderen europäischen Ländern nicht zu vergleichen ist. Bei einer schweren Erkrankung kann man in den USA ganz schnell in eine Schieflage geraten. Das bekommt jetzt auch King’s X-Drummer Jerry Gaskill zu spüren. Zuerst freuen wir uns darüber, daß der Musiker seinen Herzinfarkt vor wenigen Wochen gut überstanden hat, aus dem Krankenhaus entlassen wurde und sich in der Reha befindet. Seine Bandkumpels haben nun einen Spendenaufruf ins Leben gerufen, damit ihr Schlagzeuger nicht auf den kompletten Behandlungskosten sitzen bleibt. Für 20 Dollar kann jeder über www.molkenmusic.com eine Download-Show von 1991 erwerben. Das Ding heißt „Burning Down Boston: Live At The Channel – 6.12.91“ und enthält 19 unveröffentlichte Aufnahmen mit einer Spiellänge von rund 90 Minuten. |
„Wild Thing“ von The Troggs ist ein Klassiker, und bis vor kurzen waren die Rock-Veteranen immer noch aktiv. Dieses Kapitel wird nun wohl auch beendet, erlitt nämlich deren Leadsänger Reg Presley im Dezember einen Schlaganfall. Jetzt traf den 70-Jährigen der nächste Hammer, wurde bei ihm nämlich Lungenkrebs festgestellt. Das Break Out wünscht eine erfolgreiche Genesung. |
Tony Iommi kämpft gegen seine Krebserkrankung, aber der Krach im Black Sabbath-Lager, wir hatten in der letzten Ausgabe bereits darüber berichtet, hat nun ziemlich obskure Züge angenommen. Anstatt als Black Sabbath beehrt uns jetzt Ozzy live mit Freunden, darunter Geezer Butler und Zakk Wylde. Drummer Bild ist nicht mit von der Partie und immer noch mächtig angepißt, was er auch in öffentlichen Statements deutlich macht. Die Schuld an dem Knatsch sieht er in Ozzys Gattin Shaaron, die ihn als Originalmitglied bei der geplanten Reunion mit einem lächerlichen Betrag abspeisen wollte. |
Seine Rückkehr zu Styx hat Sänger und Originalmitglied Dennis DeYoung nicht kategorisch ausgeschlossen. In einem Interview gab der Sänger mit der charismatischen Stimme bekannt, daß er durchaus bereit wäre, wieder bei Styx einzusteigen, wenn sich Tommy Shaw oder James Young bei ihm melden würden. |
Auf einen neuen Longplayer werden wir zwar wohl noch warten müssen, aber immerhin gibt es von der kanadischen AOR-Formation Honeymoon Suite eine neue Single, wenngleich nur als Download. „If Tomorrow Never Comes“ kann bei iTunes oder Amazon runtergeladen werden. |
In den letzten Wochen war der englische Reissue-Spezialist Rock Candy Records erneut sehr aktiv und hat etliche gehaltvolle Wiederveröffentlichungen ins Programm genommen. Neben den beiden Scheiben der NWOBHM-Legende More sind zum Beispiel auch die AORler Dakota mit ihrem Debüt und „Runaway“ oder Roadmaster mit den drei Ergüssen „Sweet Music“, „Roadmaster“ und „Fortess“ darunter. |
Wer den Auftritt der legendären Kanadier Triumph beim Sweden Rock 2008 verpaßt hat, bekommt nun zumindest eine ansatzweise Entschädigung. In Bälde erscheint nämlich als DVD und CD ein Mitschnitt dieser Reunion-Show. Wie schön wäre es, wenn sich Triumph auch endlich mal hierzulande blicken lassen würden, hätten sie doch zum Beispiel wunderbar zu der Festivalserie Rock The Nation gepaßt, bei der in diesem Jahr unter anderem Bad Company mit Paul Rodgers und Blue Öyster Cult mitwirken. |
Zu ihrer Reunion-Scheibe „Choice Of Weapon“, die im Mai herauskommen wird, haben The Cult auch einige Livedates für den September bekannt gegeben, bei denen sie von The Mission begleitet werden. Derzeit steht allerdings nur England auf dem Plan; wollen wir hoffen, daß die Herrschaften auch den Weg über den Ärmelkanal nach Europa finden. |
Wer im Sommer noch nichts vor hat und übers nötige Kleingeld verfügt, könnte mal einen Abstecher in die Staaten einplanen. Unter dem Titel „The Tour“ sind nämlich Kiss und Mötley Crüe gemeinsam live unterwegs. Unter www.ticketmaster.com oder www.LiveNation.com gibt es nähere Informationen. |
Mal wieder einen Besetzungswechsel müssen wir aus dem Ratt-Lager vermelden. Nun ist Bassist Robbie Crane von Bord gegangen, der immerhin seit 1997 zur Combo gehörte. Sein Herz sei bei Lynch Mob, bei denen er seit Oktober 2010 mit von der Partie ist. |
Als Drummer muß man ab und an auch feste zuschlagen können. Bei einer Auseinandersetzung mit seiner Freundin hat Journey-Trommler Deen Castronovo aber wohl etwas mißverstanden, soll er ihr nämlich gegenüber handgreiflich geworden sein und im Haus ein wenig randaliert haben. Gegen eine fette Kautionszahlung von über 50.000 Dollar wurde er aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Ob er sich wird eventuell vor Gericht für diesen Ausraster wird verantworten müssen, steht noch nicht fest. |
Mächtig am Werkeln sind derzeit die Urgesteine Deep Purple, soll doch der Nachfolger zu „Rapture Of The Deep“, der immerhin satte sieben Jahre zurückliegt, bis Anfang Herbst eingetütet sein. Aus diesem Grund wurden auch die für den Sommer angesetzten Open Airs kurzfristig abgesagt. Ab dem 15. November sind dann Deep Purple hierzulande live zu erleben; im Vorprogramm die Fuldaer Jungs von Edguy. |
Mächtig Feuer gibt es im Haifischbecken, stehen sich nach wie vor zwei Lager unversöhnlich gegenüber. Im letzten Jahr mußte Great White-Frontmann Jack Russell aus gesundheitlichen Gründen pausieren, also nahmen seine Bandkumpels als Ersatz zuerst den leider unterdessen verstorbenen Jani Lane (Warrant), später dann Ex-XYZ-Mann Terry Ilous. Doch Russell verkündete vor einigen Wochen, daß er überhaupt keinen Bock mehr habe, mit Mark Kendall, Michael Lardie, Scott Snyder und Audie Desborw unter Great White Musik zu machen. Unter dem Namen Great White featuring Jack Russell hat er nun eine neue Band ins Leben gerufen, der neben den beiden kurzzeitigen ehemaligen Great White-Mitgliedern Matthew Johnson sowie Derrick Pontier, dem Ex-Firehouse-Mitglied Dario Seixas und Robby Lochner (Ex-Fight) angehören. Die anderen Great White finden das Wildern in ihrem Revier natürlich überhaupt nicht lustig und kündigten rechtliche Schritte an. Dies stört Russell nach eigenem Bekunden jedoch überhaupt nicht, immerhin habe er Great White 1978 ins Leben gerufen. |
Aus Chicago stammen Devils In Angels, eine ziemlich heiße Rocktruppe um Frontfrau Angelina Van Arden. Zusammen mit ihren Mitstreitern Daniel DeRomo (Gitarre), Ricco Corona (Baß) und Jack High (Schlagzeug) fühlt man sich im Hardrock der 80er und 90er sauwohl und präsentiert davon beeinflußtes eigenes Material. Unter www.reverbnation.com gibt’s einige der Titel als Download. |
Leider weilt der weltbekannte Blueser Louisiana Red nicht mehr unter uns. Im Laufe der Jahrzehnte brachte der als Iverson Minter geborene US-Amerikaner über 50 Platten heraus. Zuletzt wohnte er in Hannover, wo er am 25.2. nach kurzer schwerer Krankheit verstarb. Michael Hossack, langjähriger Schlagzeuger bei den Doobie Brothers, ist tot. 65-jährig erlag der Musiker im März seinem Krebsleiden.
Auch an Krebs verstarb im Alter von 68 Jahren Bugs Henderson. Der amerikanische Gitarrist war im Blues und dem bluesigen Rock eine bekannte Nummer, tourte häufiger in Deutschland und stand mit den ganz Großen wie B.B. King oder Eric Clapton zusammen auf der Bühne.
Was wäre die Rockmusik ohne die weltberühmten Marshall-Verstärker. Ihr Erfinder war Jim Marshall, der 88-jährig Anfang April friedlich entschlafen ist. |
|
|
|