RIP Jimi Jamsion

Die Rockwelt muß von einem ganz großen Sänger Abschied nehmen, dem am 31.08. verstarb völlig überraschend Jimi Jamison. Geboren am 23.08.1951 waren seine ersten Stationen Target und Cobra, bis er 1984 als Nachfolger von Dave Bickler zu Survivor wechselte. Die hatten zuvor mit „Eye Of The Tiger“ einen Volltreffer gelandet, so daß Jamison ein anspruchsvolles Erbe antrat. „I Can’t Hold Back“, „High On You“, „Keep It Right Here“ oder „Backstreet Love Affair2 – alles phänomenale Tracks, die auf den Longplayern „Vital Signs“ und „When Seconds Count“ zu finden sind. Aber auch seine Solo-Ergüsse sind nicht von schlechten Eltern, ebenso die gemeinsame Platte mit dem Ex-Toto-Sänger Bobby Kimball von 2011. Ein völlig überraschender Herzinfarkt kostete Jimi Jamison nun das Leben.
Text: Marco Magin




Break Out räsentiert: CD-Release der Pfälzer Teutonen-Rocker Palace

Am 26. September ist es endlich soweit: drei Jahre nach dem großartigen sechsten Album „Dreamevilizer“ bringen die Pfälzer Stahlschmiede Palace ihre von den Fans lange ersehnte siebte Scheibe auf  den Markt. Freundlicherweise luden uns Harald „HP“ Piller (v), Jason Mathias (g), Tom Mayer (b) und Harry Reiter (dr) zu sich in den Proberaum ein, um uns ihr Werk „The Seventh Steel“ vorzustellen.  Mit einer Live-Präsentation von „Bloodshed Of God“, „Rot In Hell“, „Teutonic Hearts“ und „Iron Horde“ verwöhnen die Jungs unsere Ohren mit abwechslungsreichem Teutonic Metal vom Allerfeinsten. Wow, welch eine geballte Ladung Power! Danach lauschen wir alle gemeinsam dem kompletten Album in gediegener Lautstärke. Ein wahrhaft heißes Eisen hat Palace da geschmiedet, mit dem es ihnen auf jeden Fall gelingen sollte ihren Bekanntheitsgrad massiv zu erhöhen. Am 24. Oktober zelebrieren die Pfälzer Stahlkocher ein CD-Release Konzert in der Halle 101 in Speyer. Als special guests sind Nasty Bulletz und Trance geladen. Besonders interessant dürfte der Auftritt von Trance mit deren Urgesteinen Markus Berger (g) und Thomas Klein (b) werden, die momentan auch ein neues Album in Arbeit haben. Wie werden die Fans dieser Südpfälzer Rock-Legende, die jede Menge Song-Klassiker an Bord hat, auf Sänger Joe Strubel reagieren, der die großen Fußstapfen des genialen Lothar Antoni ausfüllen soll, was wahrhaftig keine leichte Aufgabe ist. Es ist also ein spannender Abend mit jeder Menge geiler Mucke und viel Spaß und Headbanging angesagt. Dieses grandiose Band-Package sollte sich keiner entgehen lassen.
Text: Martin Pietzsch




3 Fragen an Lion Twin

Seit November letzten Jahres ist das Debutalbum von Lion Twin auf dem Markt. Die Band ist nimmer Müde, ständig ihr Album live zu promoten, und als neuesten Clou haben sie sich den Support-Slot für die anstehende Rage-Tour ergattert. Grund genug, mal bei den beiden Machern der Band, Liane und Jan, nachzufragen:

Euer Debütalbum trägt den Titel „Nashville“, was einen zunächst glauben lassen könnte, daß es sich um ein Country-Album handelt. Wie kam es zu dieser Namensgebung?
                „Wir möchten an dieser Stelle klar stellen, daß die Stadt Nashville, wie landläufig angenommen, eben nicht nur etwas mit Country und Blues zu tun hat, sondern daß sich hier auch eine große Rock- und Metal-Szene befindet. Denn diese Stadt, die den Zusatz ‘Music City USA’ im Namen trägt, hat die Rock- und Popmusik wie keine andere entscheidend geprägt. Für unser Debütalbum wollten wir einen bestimmten Sound, was das Mischen und Mastern anging. Also hatten wir uns dazu entschlossen, uns auf eine längere Reise zu begeben. Nashville – denn nur dort ist Michael Wagener zu finden. Er hat den Sound vieler erfolgreicher Bands geprägt. So zum Beispiel Metallica, Ozzy Osbourne, Alice Cooper, Skid Row, White Lion, Extreme, Janet Jackson und Kings X. Mit der Namensgebung unseres Debüts verneigen wir uns vor dieser Stadt, die eben auch unseren Sound durch Michael Wagener, der dort seit vielen Jahren lebt und arbeitet, beeinflußt hat. Die Arbeit mit Michael in Nashville war sehr professionell, und es hat sich daraus hat eine echte Freundschaft entwickelt, die wir nicht mehr missen wollen.“

Für euren ersten Videoclip („Day Of Anger“) habt Ihr Udo Dirkschneider gewinnen können, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
                „Udo und Jan kennen sich ja noch aus alten Accept-Zeiten. Sie hatten all die Jahre immer wieder Kontakt zueinander. Als die Songs für unser Debütalbum fertig waren, hatten wir die Idee, Udo zu fragen, ob er mit Liane ein Duett zusammen singen wollte. Er war dem gegenüber ganzen positiv eingestellt, so daß wir ihm unsere Songs zur Auswahl schickten. Er entschied sich für ‘Day Of Anger’. Als wir mit unserem Album fertig waren, planten wir ‘Day Of Anger’ auch als Video zu veröffentlichen. Udo war auch hier dabei. Die Filmaufnahmen mit ihm und Liane sind an seinem Wohnort entstanden und waren unkompliziert und professionell. Nach der erfolgreichen Single-Auskopplung von ‘Day Of Anger’ traten wir für die damals bevorstehende U.D.O.-Europa-Tour in Verhandlung mit seinem Management. Wir schätzen das freundschaftliche Verhältnis zu Udo, der uns auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.“

Ihr seid mit U.D.O. und Axxis in diesem Jahr als Support auf Tour gegangen. Wie geht es für euch weiter?
                „Als Nächstes begleiten wir im September und Oktober 2014 die Power Metal-Band Rage auf ihrer diesjährigen Europa-Tournee. Dabei werden wir neben Deutschland auch in Italien, Spanien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Österreich und in der Schweiz live zu sehen sein. Alle Termine, Orte und Locations sind auf unserer Facebook-Seite oder auf www.liontwin.com veröffentlicht. Wir freuen uns auf eine großartige Tour durch Europa mit vielen Metal-Fans!“
Text: Dieter Meyer




3 Fragen an State Of Salazar

Ein echtes Schmankerl für Fans feinst geschliffener AOR- und West Coast-Rock-Mucke offerieren State Of Salazar auf ihrem Debüt „All The Way“.
Die fünf mittlerweile promovierten schwedischen Musikstudenten, die sich einst auf der Malmö Music Academy Of Music über den Weg liefen, eint vor allem ihr ausgeprägtes Faible für Bands wie Toto, Survivor oder auch Journey, mit denen sie nicht nur mithalten, sondern in Sachen Perfektion und Songwriting scheinbar mühelos auf „All The Way“ gleichziehen können.

Fragt sich nur, warum ausgerechnet fünf junge Recken, die zur Hochzeit der genannten Genrehelden mit Sicherheit noch als Dreikäsehochs im Sand wühlten, ausgerechnet an einem solch traditionellen Sound einen echten Narren gefressen haben?
„Stimmt, wir sind eigentlich viel zu jung dafür, um die Glanzzeiten von Toto und Co. live erlebt zu haben!“, grinst Sänger Marcus Nygren verschmitzt. „Dennoch gibt es für uns kein Verfallsdatum für gute Musik, egal was derzeit angesagt ist. Songs, die mit Herz und Seele gemacht werden, sterben niemals aus. In dieser Meinung bestärkten uns auch teilweise unsere Lehrer auf der Uni, die uns mit ihrem Fachwissen in Sachen AOR- und West Coast-Mucke auf die richtige Fährte brachten. Doch natürlich kommt die Vorliebe dafür nicht von ungefähr: Schon als kleiner Junge saß ich immer wie gebannt vor der Glotze, wenn einer der ‘Rocky’-Filme lief; und ließ mich von dem Pathos, wenn es beispielsweise auf den alles entscheidenden Kampf zuging, wohl optisch wie auch akustisch mitreißen. Film-Komponisten wie Vince DiCola oder Bill Conti [unter anderem. „Karate Kid“ – d. Verf.] prägten mich also früh. Erst viel später entdeckte ich dann quasi Bands wie Toto oder Survivor musikalisch wieder und beschäftigte mich mit deren Sound.“

Diese Musik zu mögen, ist eine Sache, aber neue Songs mit diesem althergebrachten Sound auszukleiden eine andere. Muß man da nicht Angst haben, das man zwangsläufig nur das wiederholt, was andere schon längst perfekt dargeboten zu haben?
„Wer sagt, daß wir keine Angst dabei hatten? Nein, ehrlich: Es beschwert sich doch auch keiner über die massenweise aus dem Gras schießenden Death Metal-Combos, die nach wie vor versuchen, noch härter als beispielsweise Pantera zu klingen. Warum meckert hier keiner herum? Nur bei der softeren Schiene, auf der wir fahren, wird herumgenölt. Warum ist das bloß so? Wir zielen eigentlich nicht darauf ab, unsere Lieder in einem bestimmten Stil zu schreiben oder die Genrehelden einfach zu kopieren. Wir lassen uns lediglich durch deren Machart inspirieren und verwenden daraus einfach die bestmöglichen Zutaten für eine gute Nummer, mit der wir ausdrücken möchten, das alles möglich ist, und wollen den Leuten lediglich mit unserer Musik ein Lächeln ins Gesicht zaubern!“

Ein löbliches Ansinnen. Doch wie schafft man es, unbeeindruckt von aktuellen Trends/Einflüssen sein ureigenes Süppchen zu kochen? Sperrt man sich da im Keller ein?
„Keineswegs! Auch wir hören schließlich Radio, neue CDs und wissen, was abgeht. Auf der anderen Seite muß man ja nicht unbedingt auf jeden Trendzug aufspringen, oder? State Of Salazar-Songs entstehen oft mit dem Hintergedanken, irgendeine heroische Film-Szene musikalisch zu untermalen. Da kann man sich echt viel aus den Achtzigern abgucken; denn damals galt noch das Motto ‘klotzen statt kleckern’ – vor allem, was die Arrangements der Lieder anbetraf. Da konnte man nicht genug hineinpacken, um die entsprechende Stimmung zu erzeugen. Auf ‘All The Way’ vereinigen wir alle diese Aspekte, in dem wir einerseits glatt polierte Tracks im Toto-Stil, andererseits aber auch gradlinige, symphonische Nummern à la Queen/Journey/Survivor draufgepackt haben.“
Text: Pera Rottmann

 

3 Fragen an ErrorHead

Was einst als rein instrumentales Soloprojekt des in Prag geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Gitarristen und Songwriter Marcus Deml eher unerkannt seinen Anfang nahm, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem echten musikalisch hochwertigen Geheimtipp. So veröffentlichten ErrorHead mit ihrem letzten Studioalbum „Organic Pill“ vollkommen rezeptfrei eine wirklich ansprechende Platte, die sich emotional durchaus heilsam auf so manches seelisches Wehwehchen auswirkte. Nach diversen Liveshows verschanzten sich ErrorHead nun erneut im Studio, um in unzähligen Arbeitsstunden an den neuen Songs zu tüfteln. In diesen Tagen erscheint das Ergebnis dieses Arbeitsaufwandes, das mit „Evolution“ die Entwicklung der Band auf den Punkt bringt. Als hätten Marcus Deml und sein Kollegen den Albumtitel wörtlich genommen, zeigt sich die eigene Weiterentwicklung nicht nur in einer Neubesetzung am Mikrophon, auch musikalisch setzen die Musiker weitere neue Akzente. Für den ausgeschiedenen bisherigen Sänger Andrew Graeser ist nun Karsten Stiers mit an Bord. Neuer Sänger, neues Glück? Bandleader und Gitarrist Martin Deml erläutert, woher der Neue kommt und wie es zu seiner Verpflichtung kam.
„Mr. Stiers kommt aus dem Dortmunder Raum und ist eine Empfehlung eines Freundes gewesen. Wir hatten 20 Kandidaten. Karsten war der erste und erwies sich auch als erste Wahl. Es war schon nach ein paar Minuten klar, daß sich hier eine erfolgreiche Zusammenarbeit anbahnt. Die Evolution kommt durch eine Reife im Songwriting, langes Zusammenspiel und natürlich Karstens Interpretation der Songs.“

Außerdem mit an Bord bei ErrorHead ist neben Drummer „Zacky“ Tsoukas auch Bassist Frank Itt. Marcus Deml und seine Mitmusiker konnten mit dem Erfolg des Vorgängeralbums „Organic Pill“ unterm Strich dennoch zufrieden sein, wie der Gitarrist bescheiden verrät.
„Wir sind eine der wenigen Bands, die überhaupt noch CDs verkaufen. Wir werden sicherlich dadurch nicht reich, aber wir können aufgrund der Erfolge touren. Daher sind wir sehr zufrieden.“

Das dürfen ErrorHead auch durchaus sein, immerhin ist „Evolution“ bereits das fünfte Studioalbum, was für die Qualität der Songs und die Kontinuität der Musiker spricht.

So laden aktuelle Songtitel wie „Scream (People Like Us)“ oder „The Mighty Tube“ zu diversen Gedankenspielen und mancherlei Spekulationen ein. Doch Gitarrist und Songwriter Marcus Deml relativiert das Ganze gleich etwas.
„‘Scream (People Like Us)’ ist als Aufschrei gegen die Lethargie, die durch einen normalen Alltag entsteht, zu verstehen. ‘The Mighty Tube’ ist ein Requiem für einen großartigen Verstärkerhersteller und sehr guten Freund Nils ‘Tube’ Thomsen.“

„Evolution“ ist eben kein reines Instrumentalalbum geworden, das zwar durchaus von den technischen Details und der überragenden Technik des Gitarristen profitiert, aber dennoch mitunter von der Stimme des neuen Sängers getragen wird. Wer bisher noch keine Erfahrungen mit dem Sound von ErrorHead sammeln konnte, der ist mit dem neuen Longplayer bestens beraten. Freuen wir uns auf die bevorstehenden Livedates.
Text: Thomas Klaner
Pic: Claus Doepelheuer


3 Fragen an Emil Bulls

Spätestens mit dem Überalbum „Phoenix“ und der Hymne „Nothing In This World“ sind die Emil Bulls eine Macht im deutschen Crossover. Mit ihrem letzten Album „Oceanic“ ist ihnen wahrlich ein grandioser Meilenstein gelungen. Das Album hatte mich vollends überzeugt und ich hab die Bulls seitdem zweimal live gesehen, und auf der Bühne sind sie noch kraftvoller. Jetzt steht mit „Sacrifice To Venus“ der neue Longplayer ins Haus. Grund genug, um mit Multitalent Christoph von Freydorf ein wenig zu plaudern.

Christoph, nach dem immensen Erfolg des Vorgängeralbums, habt ihr einen Druck verspürt bei den Aufnahmen zum neuen Album?
„Nein, ganz im Gegenteil. Klar wollten wir wieder 1A Qualität abliefern, und sowas ist immer mit viel Arbeit und Streß verbunden, aber durch den Erfolg des letzten Albums wußten wir einfach, daß unser Rezept funktioniert und daß es genug Leute gibt, die mögen, was wir tun. Wir konnten uns also getrost auf unsere Stärken verlassen und losgelöst vom Druck drauflos musizieren.“

Ihr habt ja das erste Mal mit einem englischen Produzenten gearbeitet. Wie war die Arbeitsweise? Ich habe gehört, du hast dir auch von ihm Tips geben lassen zur besseren Formulierung in der englischen Umgangssprache.
„Dan Weller heißt der gute Mann. Wir hatten von Anfang an einen sehr guten Vibe, und das hat den kompletten Arbeitsprozeß ungemein kreativ gemacht. Für mich als Texter und Sänger war es natürlich nur von Vorteil, einen Muttersprachler an meiner Seite zu haben.“

Das Album heißt ja „Sacrifice To Venus“. Ist es an die Göttin Venus gerichtet beziehungsweise durch sie inspiriert? Was ist der Mensch bereit alles zu opfern? Warum der Titel?
„Der Titel paßt unserer Meinung nach sehr gut zum Album, und er soll genau wie unsere Texte Raum für Interpretation bieten. Wer oder was genau das Opfer ist und wem da geopfert wird, soll der Hörer selbst entscheiden, nachdem er sich mit dem Album befaßt hat. Vielleicht sieht sich der ein oder andere am Ende ja selbst als die Opfergabe.“
Text: Marcel Suck
Pic: Gerald von Foris


3 Fragen an Death Dealer

Die frankokanadischen Todeshändler sind eine Art Kult-Metalband aus den Achtzigern. Unter dem Namen Deaf Dealer brachten sie 1986 ein viel beachtetes Album mit dem Titel „Keeper Of The Flame“ heraus. Nach vielen Brüchen, Besetzungswechseln und der zwischenzeitlichen Auflösung tauchten Death Dealer unter anderem, nun wieder mit dem alten Namen, auf dem Keep It True Festival 2011 auf. Jetzt haben sie eine neue CD mit Namen „An Unachieved Act Of God“ auf dem Markt. Grund genug für eine Handvoll Fragen an Sänger und Bandleader André Larouche.

Erst Death Dealer, dann Deaf Dealer, jetzt wieder Death Dealer. Diesen Namen trägt inzwischen auch eine andere Band um den Ex-Manowar-Gitarristen Ross The Boss. Ist das ein Problem?
„Nun, Death Dealer gibt es seit 1981, also sind wir geschichtlich gesehen schon mal klar im Vorteil. Wir blicken auf eine lange, abwechslungsreiche Karriere zurück. Die Umbenennung hatte etwas mit unserer damaligen Plattenfirma zu tun. Die fanden unseren Namen zu hart und wollten unbedingt einen etwas geschmeidigeren, um unsere Platte herausbringen zu können. Da haben wir halt diesen Kompromiß gemacht. Als wir nach einer langen Pause wieder zusammenkamen, nahmen wir den ursprünglichen Namen wieder an. Wir und nur wir sind die wahren Death Dealer, bekannt und beliebt bei unzähligen Heavy Metal-Fans rund um die Welt! Es ist natürlich etwas irritierend, daß Ross, dessen Band ja auch aus Kanada kommt, ausgerechnet den gleichen Namen ausgewählt hat. Als Musiker sollte man ja die Musikgeschichte des eigenen Landes kennen. Ob das ein Problem wird, das werden wir feststellen, wenn beide Bands mal auf dem gleichen Festival oder so spielen. Man darf gespannt sein.“

Wie zufrieden bist du mit dem neuen Album, und was bedeutet es für dich?
„Ich bin mit dem Album sehr zufrieden, und es war auch keine übermenschliche Anstrengung notwendig, um es zu realisieren. Es lief alles sehr organisch, denn wir fühlten nach unserer Reunion im Jahr 2009 und speziell nach dem großen Zuspruch auf dem Keep It True Festival 2011 eine große Energie in uns. Das führte dazu, daß wir endlich wieder an das anknüpfen konnten und wollten, was speziell mir nach unserer Auflösung als nicht fertiggestellt, nicht zu Ende gebracht erschien. Ich habe die meisten Texte und Songs selbst geschrieben und sehr darauf geachtet, daß sowohl die Stücke als auch der Sound sehr an die Vergangenheit anknüpfen. Ich denke, das ist gut gelungen. Das Album ist somit eine Fortführung und vor allem eine Geschenk nach so langer Zeit an die treuen Fans, die immer zu uns gehalten haben.“

Wie geht es jetzt weiter? Kommen Gigs und Touren und vor allem, kommt ihr auch wieder nach Deutschland?
„Zuallererst schauen wir mal, wie das Album, dessen Veröffentlichungsdatum der 8. August ist, angenommen wird. Wir werden natürlich erst einmal ein paar Release-Shows in Kanada machen, aber wir haben auch schon Vorschläge, in Europa zu spielen. Auch für das Headbanger’s Open Air 2015 sind wir schon eingeladen worden. Vorher müssen wir aber noch einen zweiten Gitarristen einarbeiten, damit der Sound der Platte auch live voll rüber kommt. Zudem überlege ich auch, ob wir noch einen zusätzlichen Bassisten rekrutieren. Denn normalerweise spiele ich den Baß, aber als Sänger hat man natürlich gern die volle Bewegungsfreiheit, da ist so eine Klampfe doch immer auch hinderlich. Das sind so die Sachen, die noch geklärt werden müssen. Aber das kriegen wir hin. Bleibt am Ball, Leute, wir sehen uns!“
Text: Jürgen Lugerth

Billy Idol Are Back

Großes steht für den Oktober an, denn fast zehn Jahre nach seinem letzten Studio-Output wird Billy Idol eine neue Platte rausbringen. Die Scheibe wird auf seinem eigenem Label BFI Records erscheinen; als Produzent konnte Billy Idol die Ikone Trevor Horn gewinnen. Passend dazu auch die Nachricht, daß im Herbst auch die von Idol selbst geschriebene Autobiographie „Dancing With Myself“ veröffentlicht wird, die sicherlich interessante Einblicke in das Leben des Rockstars bietet. Und daß es Billy Idol live immer noch voll drauf hat, hat er bei seinen Europa-Auftritten diesen Sommer zusammen mit seinem Gitarristen Steve Stevens deutlich zeigen können. Live wird Billy Idol noch bis ins kommende Jahr unterwegs sein. Mit unsterblichen Klassikern wie „Dancing With Myself“, „White Wedding“, „Flesh For Fantasy“, „Rebel Yell“ oder „Eyes Without A Face“ hat Billy Idol hohe Maßstäbe gesetzt, die mit dem neuen Output dann eine Fortsetzung finden werden.



California Breed

Die Ehe hat nur kurze Zeit gehalten, denn bei California Breed ist’s bereits kurz nach dem Release des Debüts zum Ausstieg von Schlagzeuger Jason Bonham gekommen. Erst hieß es, er würde wegen anderer Verpflichtungen nur eine kurze Auszeit nehmen, nun ist er definitiv ausgestiegen. Als Ersatz trommelt bei der Combo mit Glenn Hughes derzeit Queens Of The Stone Age-Mann Joey Castillo, mit dem California Breed im November auch zu vier Shows nach Deutschland kommen werden. Ob er Bonham nun dauerhaft nachfolgen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

AC/DC

Zusammen mit Produzent Brendan O’Brien haben AC/DC in Vancouver ihren neuen Longplayer eingetütet. Als Veröffentlichungszeitpunk haben die Aussies Anfang des nächsten Jahres anvisiert. Anstelle des schwer erkrankten Rhythmusklampfers Malcolm Young haben AC/DC seinen Neffen Steve Young nach Kanada mitgenommen.

Kansas

Anfang Juli hat Sänger und Keyboarder Steve Walsh seinen Ausstieg bei Kansas verkündet. Dies bedeutet jedoch nicht das Ende der amerikanischen Rock-Institution, denn in dem noch Unbekannten Ronnie Platt hat man bereits einen Nachfolger gefunden. Live werden sich Kansas mit ihm in den Staaten zum ersten Mal im September präsentieren.

Steve Perry

Lange Zeit ist’s extrem ruhig um ihn gewesen: Steve Perry, wohl eine der Stimmen im melodischen Rock. Nach langer Auszeit kehrte der 65-Jährige wieder auf die Bühne zurück, als Special Guest bei der Alternative-Truppe Eels. Da durfte das ehemalige Journey-Mitglied zwei Hits seiner früheren Stammcombo singen: „Open Arms“ und „Lovin’, Touchin’, Squeezin’“. Ob mit der beendeten Auszeit nun weitere Aktivitäten verbunden sind, ist augenblicklich noch nicht bekannt.

Toto

Toto-Gitarrist Steve Lukather hat in einigen Interviews verlauten lassen, daß man derzeit an einer neuen Scheibe bastelt, die 2015 rauskommen soll. Lukather schwärmt von einer großen Produktion mit allen Dingen, die die Fans an Toto lieben würden.

Enuff Z'Nuff

Ihren dreißigsten Bandgeburtstag feiern Enuff Z’Nuff mit einem Album, auf dem sich nur Coverstücke befinden. So gibt es zum Beispiel von Prince „When Doves Cry“ oder Queens „Stone Cold Crazy“ zu hören. Andere Sachen sind „The Stroke“ (Billy Idol), Jealous Guy“ (John Lennon), „Run For Your Life“ (The Beatles) oder „All Apologies“ (Nirvana). Leider haben Enuff Z’nuff hier nie so richtig Fuß fassen können. Unvergessen bleibt ihr feiner Auftritt beim Z Rock-Festival 2001 im Mannheimer Capitol.

Mr. Big

Kurz bevor Mr. Big den Release „The Stories We Could Tell“ verkündeten, machte eine traurige Nachricht die Runde, verkündete nämlich ihr Schlagzeuger Pat Torpey, daß er an Parkinson erkrankt ist. Dies macht es ihm unmöglich, in dem Umfang wie bisher mit Mr. Big weiterzumachen, vor allem was die anstehende Welttournee angeht.

Queensryche/Tate

Die Queensrÿche-Besetzung mit Originalfrontmann Geoff Tate, zu der auch noch Leute wie Rudy Sarzo (unter anderem ex-Whitesnake, ex-Ozzy, ex-Blue Öyster Cult) oder Simon Wright (unter anderem ex-AC/DC, ex-Dio, ex-Asia) gehören, heißen ab sofort Operation: Mindcrime, benannt nach dem großartigen Konzeptwerk mit dem gleichen Namen von 1988. Im September soll’s ins Studio gehen, um mit einer Trilogie loszulegen, an der Tate nach seinen Angaben bereits seit zwei Jahren arbeitet.

Van Halen

Die Gerüchteküche kocht mal wieder gewaltig: Angeblich sollen Van Halen mit der Arbeit an einer neuen Platte beschäftigt sein.





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Das nächste Heft erscheint am 31. Oktober 2014!!!


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