![]() DEREK WILLIAM DICK |
Es ist schier unmöglich, sich der Intensität eines Fish-Konzertes zu entziehen. Der charismatische Derek William Dick hat auch nach all den Jahren nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Aber: Wenige Stunden vor dem Konzert in Karlsruhe und einige Wochen vor Veröffentlichung des neuen Studioalbums "Field Of Crows" fallen in unserem Gespräch einige Statements, welche die treue Fan-Gemeinde wohl zumindest überraschen, wenn nicht gar schockieren werden. "Diese Tour ist die letzte, die ich in einem Tourbus bestreite", eröffnet der Sänger das Gespräch, nachdem er - ganz Gentleman alter Schule - uns erst einmal Kaffee angeboten und ihn auch gleich höchselbst serviert hat. "In meinem Alter wird es einfach immer anstrengender, eine enggesteckte Clubtournee zu bestreiten. Ich habe soeben sechzehn Gigs in zwanzig Tagen durchgezogen. Aber je älter ich werde, desto mehr merke ich, daß ich längere Ruhephasen benötige. Nicht zuletzt, um meine Stimme zu schonen." |
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Ganz neu und überraschend sind seine Engagements in der Welt der Kinematographie dann aber doch nicht. Der Mann versuchte sich schließlich bereits als Drehbuchautor.
"Eine Sache, die ich auch noch in Zukunft weiterverfolgen möchte. Ich glaube nicht, daß ich jemals ernsthaft daran denken sollte, Hauptrollen in Filmen zu übernehmen. Deswegen sollte mir genügend Zeit übrigbleiben, sowohl vor der Kamera zu stehen als auch Drehbücher zu verfassen." Ein beinahe perfektes Drehbuch kommt dieser Tage auf den Markt. Nämlich das Konzept zum neuen Fish-Album "Field Of Crows." "Das könnte schon sein", grübelt er. "Die Geschichte würde nur einige wenige Änderungen benötigen, und sie wäre filmreif. Es handelt sich um ein Konzeptalbum, bei dem ich es ausgesprochen mag, daß es stellenweise so richtig rockt. Bruce Watson ist ein klassischer Rockgitarrist, dessen Einflüsse bei Bands wie The Who oder Led Zeppelin liegen. Das Album hat zudem auch bluesige Elemente. Meine Stimme ist in den letzten drei Jahren immer blueslastiger geworden, weshalb auch immer. Ich habe das Album übrigens selbst finanziert und lasse es für die einzelnen Märkte lizenzieren. Wenn ich unabhängig von einer Plattenfirma agiere, verkaufe ich zwar weniger Scheiben, dafür verdiene ich aber an den verkauften Alben mehr Geld. Der Unterschied ist schon recht groß. Bei einer Plattenfirma habe ich zuletzt höchstens knapp zwei Pfund an einer verkauften CD verdient, jetzt verdiene ich an die sieben Pfund. Und außerdem bleiben mir die ganzen Alpträume, die ich mit meinen letzten Plattenfirmen durchleben mußte, erspart. So erinnere ich mich auch noch heute nur sehr ungern an die Sache mit Roadrunner. In unserer damaligen geschäftlichen Beziehung ging so ziemlich alles schief. Ich sage nur noch: Keine Promotion - keine Kohle." |
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Fish-Interviews sind immer etwas Besonderes. Nicht nur daß die Mannen um Frontkämpfer Derek William Dick in schöner Regelmäßigkeit absolute Qualität abliefern - der Spaß kommt auch nie zu kurz. Das durfte diesmal unser Nikolas erfahren, der sich dem Meister höchstpersönlich zum Interview stellte... Mehr erfahrt Ihr im neuen Break Out 4/2004 - ab sofort druckfrisch am Kiosk oder im Bahnhofsbuchhandel.
Text Interview: Nikolas Krofta
Internet-Text: Sven Lohnert

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