KINGDOM COME
Eine Frage der Berufung


Echte Perfektionisten:
KINGDOM COME

Eine Frage der Berufung

Neues Album, neues Glück. Für Kingdom Come-Mastermind Lenny Wolf gelten solche platten Formeln nicht. Die Verkaufszahlen und Zuschauermengen früherer Tage sind nicht mehr da. Dennoch setzt das Eigengewächs seine musikalischen und lyrischen Visionen auch weiterhin höchst konsequent um und veröffentlicht dieser Tage das neue Kingdom Come-Album "Perpetual". Das ist ähnlich verschachtelt wie der Vorgänger "Independent", wächst aber mit jedem weiteren Hördurchgang ganz beträchtlich. Und wie bereits erwähnt: Ganz wichtig, sich auch diese Wolf-Visionen über Kopfhörer anzuhören.

Zum Zeitpunkt unseres Interviews ist Lenny Wolf allerdings schon wieder einige Schritte weiter. Er denkt bereits über brandneue Kompositionen nach und richtet mit seinem Bruder Marko den Kingdom Come-Internetshop ein.

"Ich bin guter Dinge, daß ich schon bald einige Kingdom Come-Alben exklusiv über unsere Homepage www.kingdomcome.de anbieten kann", erzählt er. "'Twilight Cruiser' werden wir dafür eins zu eins übernehmen. Aber 'Master Seven' und 'Too' sind Alben, die geradezu nach einem neuen Mastering verlangen. Dazu wird es bald kommen, und danach wird man sie bei uns bestellen können. Teilweise vielleicht auch mit leicht aufgewerteten Booklets."

Aber es geht noch weiter. Die Rechte an dem zu Unrecht vergessen Werk "Bad Image" gehören außerhalb von Deutschland Lenny Wolf. Nur die Rechte an den fast schon sagenumwobenen ersten drei Alben "Kingdom Come", "In Your Face" und "Hands Of Time" werden wohl niemals an ihn zurückkommen.

"Die gehören der ursprünglich veröffentlichenden Firma auf alle Ewigkeiten", bedauert er. "Da kann man sich noch so sehr ärgern, ändern können wird man daran aber nichts."

Ebensowenig wird die Firma, die jene Rechte besitzt und damit - natürlich - nur wenig anstellt, nichts daran ändern können, daß zumindest "Kingdom Come" und "In Your Face" unlängst als schmucke Bootleg-Versionen auf den Markt gekommen sind.

Doch immerhin erwähnt Wolf immer wieder die Möglichkeit, sich einige Perlen aus jener Phase vorzunehmen und sie mit zeitgemäßen Aufnahmetechniken neu einzuspielen.

"Die Idee schwebt mir bereits seit Jahren vor. Ich komme immer wieder auf sie zurück und verwerfe sie wieder. Aber eines Tages werde ich es wohl doch machen. Es wäre doch interessant zu wissen, wie so manche alte Perle im Jahre 2005 klingen könnte. Die ursprünglichen Produktionen langweilen mich mittlerweile extremst."

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Unser Nikolas Krofta ist ja wirklich ein musikalischer Maulwurf - und das im doppelten Wortsinn. Erstens, weil es ihm gelingt, richtig hohe Hügel aus dem Weg zu räumen, wenn es darum geht intellektuelle Mucker zu knacken und zweitens, weil er richtig tiefschürfend gräbt und allerhand Wissenswertes zu Tage fördert. Auf den Mann ist Verlaß! ... doch lest selbst
[hier nur in verkürzter Form] das vollständige Interview im neuen Break Out 7/2004 - ab sofort druckfrisch am Kiosk oder im Bahnhofsbuchhandel.

Text-Interview: Nikolas Krofta
Text Internet: Sven Lohnert



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