![]() Bringen Metal in die Stadien: MAJESTY |
Die deutschen True Metaller von Majesty haben schon immer polarisiert und gnadenlos ihr Ding durchgezogen, das weiß auch Frontmann Tarek Maghary. Doch beim Gespräch unter vier Augen ist der Sänger äußerst handzahm und der "Keep It True"-Macher und Songwriter gibt sich erstaunlich offen und kritisch. Eine Eigenschaft, die manchen Künstlern leider meilenweit am Allerwertesten vorbei läuft. Das vierte Album "Hellforces", was sich doch von den recht ähnlichen Vorgängern unterscheidet, war der Grund unserer Zusammenkunft.
Gegründet wurden Majesty im Jahre 1997 von Tarek "MS" Maghary und Udo Keppner um ihrer Leidenschaft, dem Heavy Metal Ausdruck zu frönen. Majesty stehen für lauten und wilden Metal im Stile ihrer musikalischen Vorbilder Manowar, Iron Maiden, Judas Priest oder Accept. Im Jahr 2000 spielten Majesty als ungesignte Band ihre erste professionelle CD "Keep It True" ein, die extrem gut bei der Fachpresse ankam. Nachdem die Combo den dritten Platz bei dem Nachwuchsfestival in der Ludwigsburger Rockfabrik belegte und daraufhin das Bang Your Head 2001 in Balingen eröffnen durfte, ließ der Plattenvertrag bei Massacre Records nicht lange auf sich warten. Im Juni 2002 stand dann auch endlich der erste offizielle Longplayer "Sword & Sorcery" in den Regalen und Majesty lieferten damit ein True Metal-Brett erster Sahne ab, das genauso wie ihre erste Scheibe im House of Audio Studio in Karlsdorf (PC 69, Edenbridge, Axxis) aufgenommen wurde. Majesty standen und stehen seither für bombastische, epische Metal-Tracks, einen klaren, donnernden Sound und tolle Cover-Artworks. Anfang 2003 holte man Rolf Munkes, einen der besten Leadgitarristen Deutschlands, an Bord. 2003 vekrochen sich die Jungs wieder ins Studio und präsentierten ihr Werk "Reign In Glory". Gemischt wurde das Album von keinem Geringeren als Stefan Kaufmann (U.D.O./ACCEPT), der auch für das neue Brett verpflichtet werden konnte. Im Sommer 2004 bot man den Fans ein wahres Schmankerl: das Boxset namens "Metal Law", das mit einem zweistündigen Majesty-Konzert beweist, daß die Majesty-Jungs absolute Live-Granaten sind. Im Frühjahr 2005 enterte die Band dann wieder das ROXX Studio um das neue Majesty-Meisterwerk "Hellforces" aufzunehmen. |
|
Früher warst du alleiniger Songwriter. Ist das jetzt noch immer so oder bringen sich Gitarrist Rolf und die anderen ein?
"Das Songwriting mache ich immer noch alleine. Aber wenn wir die Sachen proben, bringen die anderen auch ihre Einfälle zur Sprache - so hat Rolf auch eigene Ideen für die Soli oder Michael will den Schlagzeugpart hier und da anders gestalten. Der Unterschied bei dieser Produktion ist, daß wir Stefan Kaufmann als Produzenten hatten, der natürlich auf die Produktion eingewirkt hat." Das hätte ich bei dieser abwechslungsreichen Platte nicht gedacht, da sich viele Bands, bei denen einer der Hauptsongwriter ist, andauernd wiederholen. Wie kamst du überhaupt auf den Majesty-untypischen Titel "Hellforces" inklusive dem Cover und Titel wie "Dance With The Demon"? "Ich hasse es mich zu wiederholen", platzt es aus Tarek raus. "Das wäre sonst Fanverarsche, wenn ich immer dasselbe machen würde. Wir stehen zu unseren sonstigen Texten, für uns sind das keine Klischees. Aber nun haben wir einfach mal was anderes gemacht und die Texte passen zu den Songs." Früher wurdet ihr gerne als Manowar-Kopie dargestellt und für den Song "Heavy Metal" konntet ihr sogar deren ex-Gitarristen Ross the Boss als Gast anheuern. Wenn ich jetzt böse sein will, und das bin ich, kann ich euch mit der Single "Sons Of A New Millenium" in die Happy-Metal-Ecke stecken, oder wie siehst du das? Nach einem Schmunzeln entgegnet Tarek: "Ich schreibe unsere Musik nicht bewußt. Ich schreibe einfach drauflos und der Refrain bleibt sofort hängen, ohne daß ich ihn mit Absicht kommerziell geplant habe. In jeder Art von Musik, auch im Metal, brauchst du eine gute Hookline, die hängen bleibt. Das ist alles, was ich will." Glaubst du, die Vergleiche mit Manowar hören nun auf? "Ich hoffe es! Wir sind ja auch schon länger dabei und ich denke, daß sich die Musik nach Majesty anhört und nicht nach irgendeinem billigen Abklatsch einer großen Band. Uns haben zwar Gruppen wie Priest, Maiden, Manowar und viele andere großartige Combos beeinflußt, aber ich denke, mein Gesang und unsere Kompositionen haben schon einen Wiedererkennungswert. Nach 30 Sekunden bei einem unserer Stücke weißt du, daß es Majesty sind."..................... ...Fortsetzung im neuen BREAK OUT 2/2006 - ab sofort druckfrisch am Kiosk!! oder: HIER BESTELLEN !! |
![]() |
Text-Interview: Marco Magin
Text Internet: Sven Lohnert

Mehr darüber gibt´s im Heft 2/06 nachzulesen!
Falls Ihr dieses Heft bestellen möchtet - einfach anklicken!