MAD MAX
Von der Hoffnung alte Freunde zu treffen


White Rock vom Feinsten: MAD MAX
Im Jahre 1984 machte die deutsche Hardrockband Mad Max mit ihrem Debütalbum "Rollin' Thunder" auf sich aufmerksam. In den drei folgenden Jahren wurden mit "Stormchild" (1985) und "Night Of Passion" (1987) zwei weitere Scheiben veröffentlicht. Der letzte der genannten Longplayer gehört immernoch zu meinen absoluten Lieblingsplatten. Danach erfolgte die Trennung und es wurde sehr still um Mad Max. Sänger Michael Voss gründete Casanova und Axel Kruse setzte sich bei Jaded Heart hinter das Schlagzeug. Erst 1999 gab es mit "Never Say Never" wieder ein Lebenszeichen von Mad Max. Allerdings waren mit Jürgen Breforth und Michael Voss nur noch zwei Mitglieder aus den Achtzigern dabei. Jetzt, 19 Jahre nach dem letzten gemeinsamen Output sind Axel, Roland, Jürgen und Vossi wieder vereint und legen mit "Night Of White Rock" ein überragendes Comebackalbum vor und belegen damit zu Recht in dieser Ausgabe den Over The Top-Platz. Also wurde es höchste Zeit, um mit Gitarrist Jürgen Breforth ein ausführliches Gespräch zur Reunion, der Scheibe und anderen Dingen zu führen.

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Michael, der für die Musik verantwortlich ist, und ich, der die Texte verfaßt hat, haben die Songs zusammen geschrieben. Als wir alles im Kasten hatten, hatte Michael die Idee Axel und Roland wieder mit ins Boot zu holen. Also haben wir die beiden kontaktiert und einen gemeinsamen Termin vereinbart. Wir haben uns dann bei Michael im Studio getroffen und ihnen die Demos präsentiert. Alle unsere anfänglichen Zweifel waren völlig unbegründet, denn die beiden waren, Gott sei dank, total begeistert. Als damit klar war, daß wir wieder in Originalbesetzung agieren, war uns natürlich auch sofort bewußt, daß der Bandname nur Mad Max lauten konnte. Somit war der Weg für das neue Album geebnet", erklärt der Klampfer, wie es zur erneuten Zusammenarbeit der Mannen kam.

Was Vossi und Axel in den Jahren seit eurer Trennung so gemacht haben, konnte man immer gut mit verfolgen. Michael hat erst Casanova, anschließend Demon Drive gegründet. Mit Casanova ist er noch aktiv und mit Silver hat er ja auch schon fünf Platten veröffentlicht. Als Produzent hat er sich auch noch einen Namen gemacht. Axel hat mit Jaded Heart einen ganzen Schwung hervorragender Scheiben gemacht. Man nehme nur die neue Platte "Helluva Time". Aber um Roland und dich wurde es hingegen ziemlich ruhig. Das wirft natürlich die Frage auf, was ihr beiden in der Zwischenzeit so gemacht habt?
"Roland hat in den letzten Jahren in Holland Musik studiert und sehr viel als Studiomusiker gearbeitet, besonders in der Jazz- und Bluesszene. Ich selbst habe ja, wie einige vielleicht wissen werden, (zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich das bislang nicht gewußt habe) mit der Truppe Tanner ein Melodic Rock-Album mit deutschen Texten veröffentlicht, welches sehr schwer bis überhaupt nicht mehr zu bekommen ist. Der Longplayer erschien damals sogar beim Majorlabel Phonogram und ich war mit der Band auch auf Tour. In den letzten Jahren hatte ich dann die große Freude zusammen mit Michael an den Produktionen von Silver mit Gary Barden und Biss als Texter mitzuwirken, was mir sehr viel Spaß gemacht hat."

Daß ihr jetzt Rock mit christlichen Texten macht, könnte für viele Leser nach einem abrupten Wechsel, im Vergleich zu euren alten Veröffentlichungen, aussehen. Aber in Wirklichkeit hattet ihr die Idee ja schon viel früher, schon in den Achtzigern?
"Das ist richtig, denn Michael und ich wollten schon immer ein Album mit christlichen Inhalten machen. Nach der Auflösung von Mad Max damals, hatte sich aber leider bis jetzt keine Konstellation ergeben, in der das möglich gewesen wäre. Die Tour mit Stryper hat uns damals schon sehr beeindruckt. Darüber hinaus sind wir auch mit einigen in der christlichen Rockszene sehr etablierten Musikern wie Ken Tamplin und Joshua Perahia von der Combo Joshua, auf deren Platten immerhin Musiker von Toto und Journey spielen, gut befreundet. Von einem abrupten Wechsel kann also absolut keine Rede sein."

Wie ist es denn um die christliche Rockszene in Deutschland bestellt? Wenn ich darüber nachdenke, könnte ich mir gut vorstellen, daß Mad Max als melodische Rockband mit christlicher Ausrichtung da eine Lücke ausfüllen können.
"Zuerst einmal muß ich an dieser Stelle unbedingt loswerden, daß wir sehr dankbar und glücklich sind, über die unglaubliche Unterstützung, nicht nur in der Rockszene, sondern auch in der christlichen Musikszene. Stellvertretend möchte ich mich hier wirklich bei www.sound7.de bedanken, Deutschlands wichtigstem und einflußreichstem Internetportal für christliche Rock- und Popmusik. Durch die vielen Reaktionen auf die Berichterstattung dort haben wir erst erfahren, daß man eigentlich schon sehr lange auf eine deutsche Rockband gewartet hat, die in der Tradition von Stryper steht. Das gilt aber eigentlich nicht nur für Deutschland, sondern auch für viele andere europäischen Länder, wie uns viele Besucher unserer Homepage schreiben. So werden wir zum Beispiel am 22. April 2006 auf dem größten Christian Rock Festival der Schweiz spielen, dem Elements Of Rock, wo auch Bob Rock aus den USA und Narnia aus Schweden dabei sein werden. Das ist für uns eine wirklich großartige Sache", freut sich Jürgen...................



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Ein MAD MAX-Interview ist immer etwas Besonderes für unseren Heiko. Nicht nur daß die Herren zu seinen absoluten Göttern zählen - jetzt kann er auch mal wieder mit ihnen über Gott und die Welt klönen. Unser Heiko fiel auf die Knie und erhaschte jedes Wort von Klampfer Jürgen Breforth ... doch lest selbst [hier nur in verkürzter Form] das vollständige Interview im neuen Break Out 2/2006 - ab sofort druckfrisch am Kiosk oder im Bahnhofsbuchhandel.

Text Interview: Heiko Füchsel
Internet-Text: Sven Lohnert



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