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Hier haben wir eine Auswahl der besten Importe des Monats für Euch getroffen!
Tora Tora
„Revolution Day“
US-Import/Amazon
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HWas hätte nur alles aus Tora Tora werden können, denn die US-Truppe aus Memphis hat mit ihren beiden bei dem Major A&M veröffentlichten Alben „Surprise Attack“ und „Wild America“ wohl deutlich gezeigt, daß sie sich hinter Kapellen wie zum Beispiel Aersomith nicht zu verstecken brauchte. Eine falsche Labelpolitik und andere Fehler jedoch führten dazu, daß daraus nix wurde. Und wenn ich auch heute noch über Tora Tora lese, die Gruppe würde Glam oder sogenannten Hair-Metal machen, schwillt mir der Kamm. Mit diesen Sounds haben Tora Tora nichts am Hut, eher geht’s in Richtung Badlands mit Einflüssen bei 70er-Helden wie Cactus oder Foghat. „Revolution Day“ entstand kurz nach „Wild America“, wurde seinerzeit jedoch nie veröffentlicht. A&M hatten Tora Tora aus den Verträgen entlassen, und die Plattenfirma, die den Herrschaften dann einen Deal anbot, ging alsbald pleite. Da Tora Tora jedoch seit einiger Zeit zumindest sporadisch wieder von sich hören lassen, kam der Gedanke auf, „Revolution Day“ endlich ordentlich remastert auf CD regulär rauszubringen, kursieren von dem Werk speziell in den USA doch immer wieder Bootlegs. Und der rotzig-freche Hardrock mit Songs wie „Little Texas“, „Mississippi Voodoo Child“ oder „Time And The Tide“ weiß auch heute noch zu gefallen. Hoffentlich ist das Ding die Initialzündung für weitere Tora Tora-Longplayer mit aktuellen Stücken.
Marco Magin
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Hostile
„Eve Of Destruction“
UK-Import/Amazon |
2006 gegründet, stammen Hostile aus England, genauer der Black Country genannten Gegend, die auch die Heimat von zum Beispiel Judas Priest oder Glenn Hughes ist. Dank der Unterstützung durch KK Downing, den jeder Metal-Freund von Judas Priest her kennt, gelang es der Truppe im begrenzten Maße einiges an Aufmerksamkeit zu erzielen. Nun hat die Formation, in deren Besetzung sich als Tieftöner Alex Hill, der Sohn von Judas Priest-Mitglied Ian Hill, befindet, in „Eve Of Destruction“ ihren Einstand draußen, der von KK Downing produziert und arrangiert worden ist. Vom Sound her ist die Scheibe, drücken wir es mal vorsichtig aus, sehr ursprünglich gehalten, denn manchmal rumpelt’s doch ganz gewaltig im Karton. Klar, daß sich ab und an auch ein musikalischer Verweis auf Judas Priest oder Black Sabbath findet, aber ab und an gehen Hostile was besonders die Vocals angeht, einiges härter an ihren Heavy Metal dran. Und an Titeln wie „Fuelled By Hate“, „I Don’t Give A Fuck“, „Brutal Images“ oder „Blood For Blood“ wird schnell deutlich, daß es „Eve Of Destruction“ sicherlich keinen „Weichei-Faktor“ gibt.
Marco Magin
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Mitch Malloy
„II“
US-Import/AOR Heaven |
Klar, das ist nicht der zwote Streich des US-Sängers Mitch Malloy, obwohl das Album mit „II“ betitelt ist. „II“ soll wohl eher andeuten, wohin die musikalische Reise geht, orientiert sich der Malloy mit seinem aktuellen Opus stark an seinen Frühwerken wie dem Einstand von 1992. Melodischer Rock mit guten Sachen wie „On And On“, „Let Love Win“, „Carry On“ und einer schönen Abwechslung zwischen Midtempo-Songs und balladesken Liedern, wobei letztere jedoch nie kitschig rübergebracht werden – „II“ vermag zu überzeugen. Die Platte entstand durch Mitch Malloy komplett in eigener Verantwortung, ohne eine Company im Rücken: Respekt. Eines fällt beim dem Silberling allerdings auf: Die Klangqualität ist nicht die komplette CD gleich gut, haben sich unter knackig produzierte Melodic-Titel auch ein paar nur vom Sound her schlechtere Dinge reingemogelt, schon seltsam. Musikalisch jedoch ist „II“ top und wird damit sicherlich allen Mitch Malloy-Fans entsprechend gefallen.
Marco Magin
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Brent James & Contraband
„Moment Of Silence“
US-Import/AOR Heaven |
Dieser Longplayer entfaltet sich in seiner ganzen Klasse erst nach mehrmaligem Hören, dann jedoch läßt einen „Moment Of Silence“ so schnell nicht wieder los. Der aus Nashville stammende Sänger Brent James hat mit seiner Begleittruppe Contraband zwölf Nummern eingespielt, die bei Anhängern gehaltvoller Rockmucke definitiv keine Wünsche offen lassen. Nehmt Leute wie Bob Seger, Jimmy Barnes, Michael Stanley oder Mike Tramp, dazu noch ein paar moderne Einflüsse – und fertig ist dieser Streich, der zudem über einen phantastischen Sound verfügt. Das Ding groovt ohne Ende, ist rotzig-rockig arrangiert und produziert. Es ist wirklich beachtlich, was Brent James mit seiner Contraband da ohne große Unterstützung eines Majors hinbekommen hat. „Moment Of Silence“ ist mal wieder ein Beispiel dafür, daß man nicht immer ein größeres Label im Rücken haben muß, um zeitlos gute Klänge hinzubekommen. Da natürlich die Promotion und der Vertrieb für solch eine Platte leider eingeschränkt sind, wird Brent James den Insiderstatus mit „Moment Of Silence“ nicht verlassen. Wer sich jedoch den Silberling zulegt, wird garantiert keine Sekunde beim Anhören enttäuscht werden, versprochen.
Marco Magin |
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