Hier haben wir eine Auswahl der besten Importe des Monats für Euch getroffen!


Robin Trower
„Where You Are Going To“
UK-Import/Amazon

Ich fasse es einfach nicht, daß Robin Trowers aktuelles Werk „Where You Are Going To“ bei keiner hiesigen Company erscheint. Was ist denn da los? Wir reden hier von einem DER Gitarristen überhaupt, der sich hinter Leuten wie Eric Clapton, David Gilmour oder Mark Knopfler nicht zu verstecken braucht. Vor vielen Dekaden startete er als Mitglied bei Procol Harum, um dann aber ab den frühen Siebzigern unter seinem Namen groß durchzustarten. Trotz internationaler Reputation ist Robin Trower leider inzwischen hinter den bekannten Namen in die zweite oder sogar dritte Reihe – was den Bekanntheitsgrad angeht – zurückgefallen. Das ist eine schreiende Ungerechtigkeit, wie „Where You Are Going To“ mehr als deutlich macht. Absolut relaxter Rock mit bluesigen Einflüssen, dazu ein paar Funk- sowie Soul-Parts: grandios. Die fette Produktion tut ihr Übriges dazu, daß der Silberling einem gnadenlos ohne Ende reinläuft. Zehn Tracks lang herrscht bei vierzig Minuten Spielzeit keine Sekunde Stillstand. Das beginnt mit dem souveränen Opener „When Will The Next Fall Blow“, geht über das wunderbare, dezent heavy-bluesige „Where Are You Going To“, das wunderbar balladeske „We Will Be Together Someday“ bis hin zum groovigen „The Fruits Of Your Desire“. Es ist unglaublich, was der mittlerweile 71-jährige Robin Trower – seit vielen, vielen Jahren auch als Sänger aktiv – für eine Power entwickelt. Ein absolutes Muß!!!
Marco Magin


The Lizards
„Reptilicus Maximus“
US-Import/Amazon

Vor vielen Jahren schien es mit der Tournee im Vorprogramm von Glenn Hughes mal so, als könnten The Lizards in Deutschland größer durchstarten. Doch seitdem hat sich in puncto Bekanntheit bei der Combo nicht wirklich viel getan, um es mal vorsichtig auszudrücken. Schon seltsam, denn zum Line-up gehören immerhin bekannte Leute, allen voran Frontmann Mike Di Meo (unter anderem Riot, Masterplan) oder Drum-Veteran Bobby Rondinelli (unter anderem ex-Rainbow, ex-Blue Öyster Cult). Als Gäste für ihren neuen Output konnten die US-Boys Glenn Hughes, die kanadische Gitarren-Ikone Frank Marino oder UFO-Klampfer Vinnie Moore gewinnen, was jedoch nicht verhinderte, daß die Veröffentlichung hierzulande kein Label interessiert hat. Schade, denn der klassische Hardrock mit Anleihen an Whitesnake, Deep Purple, Rainbow, MSG und Konsorten weiß wirklich zu gefallen. Das Rad haben The Lizards sicherlich nicht neu erfunden, aber dennoch serviert man nach längerer Plattenpause gewohnt soliden Hardrock in vielen Facetten. Mit einem weiteren Lebenszeichen war nicht zu rechnen, denn immerhin stammt die die letzte Scheibe mit eigenem Material, wenn wir mal die Cover-Platte „Ärcheology“ (2008) außen vor lassen, aus dem Jahr 2006. Es zeigt sich aber mal wieder, daß Echsen eine lange Lebensdauer besitzen.
Marco Magin


Widespread Panic
„Street Days“
US-Import/Amazon

Sicherlich nicht nur für mich ist es ein Rätsel, daß der Jamrock in Deutschland so ein Schattendasein führt, ist die einzige hier einigermaßen anerkannte Kapelle Gov’t Mule. Dies ist eine absolute Schande, denn in diesem Gene existieren haufenweise tolle Acts, die aber leider hierzulande kaum Beachtung finden. Bereits 1985 kamen einige der Musiker zusammen, die zwei Jahre später beim Indie-Label Landslide Records als Widespread Panic landeten und danach auch den einen oder anderen Major-Deal erlangen konnten. Meine Sammlung an Widespread Panic-Veröffentlichungen ist sicherlich nicht vollständig, aber ich zähle ohne die aktuelle Scheibe vierzehn Studio- und Liveergüsse bei mir daheim, so daß man wirklich nicht sagen kann, Widespread Panic hätten nichts zu bieten. „Street Days“ erschien im Spätjahr 2015 und bietet zehn Tracks lang bestes Jam-Futter: Rock, Blues, Southern-Elemente, Americana und noch mehr – und das alles extrem knackig sowie abwechslungsreich dargeboten. „Honky Red“, „Sell Sell“, „Jamais Vu (The World Has Changed“ oder „Steven’s Cat“: einfach gigantisch.
Marco Magin


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