Hier haben wir eine Auswahl der besten Importe des Monats für Euch getroffen!


Navarone
„Salvo“
NL-Import/Amazon

Die Nijmeger Band Navarone hat ihr viertes Album auf den Markt gebracht, begleitet von Liveauftritten und der Teilnahme, als erste Gruppe weltweit, an The Voice Of Holland. Ich kenne die Truppe, seitdem sie als Opener für Extreme die Alte Seilerei in Mannheim gerockt haben. Ein weiterer Auftritt mit WolveSpirit und ihre Scheiben sind seitdem für mich Pflicht. Und in 2019 wartet ein Auftritt in Rotterdam auf mich. „Salvo“ wird von der zweiten Single „The Strong Survive“ eröffnet. Einfach nur ein starker flotter Rocker zum Einheizen. Es folgt in „Reset“ schon ein eher ungewöhnliches Stück, das mich an „Magic Carpet Ride“ von Steppenwolf erinnert. Bei „Waste“ grüßen die 80-er Jahre. Hier treffen sich Einflüsse zwischen Skid Row und ruppigen Whitesnake. Es folgt die erste Single „Cereberus“: ein Einstieg wie Rage Against The Machine, ehe sich der Song fast schon in thrashige Gefilde bewegt, abgeschmeckt mit Led Zeppelin-Anklängen. „Søreal“: Dieses Stück macht im Auto gehört mal richtig Spaß und ist gewürzt mit einem verdammt mitreißenden Solo. „Surrender“, geradeaus und melodisch, geht live sicher gut ab. Es folgt in „Fire“ der längste Track und die einzige Ballade des Albums. Ruhig beginnend mit Piano über einen Hammer-Refrain wird es schon fast fett und symphonisch. „Another Way“ hat rhythmisch was von Living Colour, in Mind’s Eye“ treffen sich hartes Gitarrenriffing mit melancholischer Melodie, ehe mit „Who Are You“ ein flotter Ausstieg gelingt. Ich persönlich vermisse ein wenig einen Epic Touch vom Schlage „Sage“ oder „Days Of Yore“. Sonst hat die Platte ziemlich alles, was ich von Navarone erwarte. Es sortiert sich ein irgendwo zwischen Classic Rock und Alternative, mit knackigen und eingängigen Songs. Insgesamt verfehlt „Salvo“ die Klasse von „A Darker Shade Of White“ und „Oscillation“ nur um Winzigkeiten. Für Leute, die ihren Rock saftig mögen, aber ganz sicher eine Empfehlung.
Mario Wolski



Aldo Nova
„2.0“
Kanada-Import/Amazon

Der Kanadier Aldo Nova ist lange von der Bildfläche verschwunden gewesen, musste einige Schicksalsschläge überwinden, steckt jedoch nach wie vor voller Lebensmut und präsentiert in „2.0“ seine Rückkehr in die Rock-Szene. Wer allerdings auf eine Platte mit komplett neuen Songs gehofft hat, wird enttäuscht sein, denn in „I’m A Survivor“ gibt es nur einen frischen Titel, eine nette Melodic-Nummer mit dem gewissen Hi-Tech-AOR-Touch. Mir gefällt das Ding und hoffentlich gibt es bald mehr Aldo Nova-Stoff zu hören, gerne auch weiter in diese Richtung. Zurück zu „2.0“, hat der Sänger und Multiinstrumentalist nämlich sechs Tracks seines Debüts „Aldo Nova“ neues Leben eingehaucht: „Fantasy“, „Ball And Chain“, „Heart To Heart“, „It’s Too Late“, „Can’t Stop Loving You“ und „Foolin’ Yourself“ wurden dezent umarrangiert und besitzen einen etwas moderneren Touch. Nett gemacht, keine Frage, aber summa summarum wohl nur etwas für eingefleischte Aldo Nova-Anhänger.
Marco Magin


Mystery
„Lies And Butterflies“
Kanada-Import/Empire Music

Mystery aus Kanada gelangt es, von Jahr zu Jahr immer stärker in Europa Fuß zu fassen. Das hat sich die Formation um Bandkopf Michel St-Père (Gitarre, Songwriting, Produzent) aber auch redlich verdient, denn ich kenne nur wenige Acts, die einen mit ihrem Sound so in ihren Bann ziehen wie eben Mystery. Man kann sogar behaupten, dass das Sextett etwas Mystisches an sich hat. Nun also der siebte Longplayer „Lies And Butterflies“, der schon durch das Artwork Lust auf mehr macht. Das bekommen wir dann auch gleich mit dem Opener „Looking For Someone Else“ dargeboten: fast 17 Minuten Musikgenuss pur. Das ist progressiver Rock mit vielen melodischen Elementen auf höchstem Niveau. Andere Titel wie „Something To Believe In“ oder „Where Dreams Come Alive“ halten diesen hohen Standard. Mystery gelingt es, hochgradig emotionale Musik zu spielen, die natürlich von entsprechenden Lyrics garniert wird. Man versinkt regelrecht in den Klängen, zumal „Lies And Butterflies“ auch einen entsprechend guten Klang besitzt. Den krönenden Abschluss bietet dann „Chrysalis“, ein 15-minütiger Exkurs, der keine Wünsche offen lässt: genial. Was für eine Band, was für ein Meisterstreich.
Marco Magin


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