Brenner
„Brenner“
We Love Music/Universal

 

 

Der Newcomer des Monats bezieht sich auf Bands, Musiker oder Projekte, die bislang in dieser Form noch nichts veröffentlicht haben.

Unser Newcomer-Tip dieser Ausgabe kommt mal wieder aus Deutschland, was wir natürlich richtig gut finden. Doch das Quintett kommt nicht nur von hier, sie singen auch in Deutsch! Dabei leisten sie sich gleich zwei Sänger, die sich auch oft innerhalb eines Songs abwechseln. Obwohl Newcomer trifft es nicht so ganz wirklich, denn die Freunde sind nicht mehr die Allerjüngsten und haben alle schon Erfahrung aus den verschiedensten Stilrichtungen mitgebracht. Wenn auch Namen wie die Gitarristen und Sänger Markus Siebert und Martin Goldenbaum, Bassmann Volker Schlag, Gitarrist Marc Beierstedt sowie Drummer Mario Enrico Oliva noch nicht allzu bekannt sind, ist dem Dutzend Songs auf dem selbstbetitelten Debüt diese Erfahrung durchaus anzuhören. Ja, es scheint mir fast so, als hätte sich zusammengefunden was zusammen gehört, so plakativ das sich auch anhören mag. Denn die Musik, eine Mischung aus melodischem Hardrock, Southern Rock und einer Prise Punk ist dermaßen eingängig umgesetzt, dass der Durchbruch nur eine Frage der Zeit sein sollte. Bei den Texten geht es meistens um typische Männer-Themen wie echte Freundschaft („Wo Auch Immer Du Grad Bist“), Bikes (wie beim Cover schon unschwer zu erkennen ist), Freiheit oder Mädels („Hauptgewinn“). Und fast hatte ich Angst, dass die Klischee-Kiste nach „Alles Was Ich Will“, dem Aussteiger-Song „Richtung Alaska“ oder der Ballade „Das Leben Passiert“ etwas zu weit aufgerissen werden könnte, bekommt die Truppe ganz elegant mit sozialkritischen Songs wie „Halt Dich Fest“, „Dann Lachen Die Uns Aus“ oder „Wo Du Herkommst“ die Kurve. Machen wir uns nichts vor, ich höre zugegebenermaßen sehr gerne Deutschsprachige Rockmusik, aber wenn ich mit gefühlt jedem Lied mit Themen wie Männer-Freundschaft und Loyalität zugeschmissen werde, fange ich an mich zu langweilen, wie das etwa bei den Berlinern von Haudegen der Fall ist. Diese Gefahr besteht bei Brenner aber nicht, auch weil die Musik selbst höchst abwechslungsreich ist, so wird bei mehreren Stücken eine geile Steel-Guitar eingesetzt (z.B. „Nichts Ist Mehr Wie Früher“ oder „Noch Lang Nicht Alles“), was dann dem Southern-Feeling zusätzlich eine feine Country-Note verpasst. Und dann sind da noch diese ständig presenten, großen Chorgesänge aller Mitglieder, was nicht nur einmal an die großen Hits der Toten Hosen erinnert. Wenn ihr euch also eine musikalische Liaison zwischen Santiano, den angesprochenen Toten Hosen, Donots und/oder den Onkelz vorstellen könnt, dann seid ihr bei Brenner mit Sicherheit sehr gut aufgehoben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir von dieser Band in Zukunft noch eine Menge hören werden! Warum? Nun, wenn eine Hitdichte schon bei einem Debüt so hoch ist wie hier, dann stellt sich der Erfolg automatisch ein. Wetten Dass?!

Peter Hollecker  


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