Hier haben wir eine Auswahl der besten Platten des Monats für Euch getroffen! Natürlich ist die Sache ein wenig subjektiv. Allerdings haben wir darauf geachtet, daß verschiedene Redakteure zum Zuge kommen!



Squealer
„Behind Closed Doors“
Pride & Joy/Soulfood


Ein Name, welcher vor allem deutschen Liebhabern des Power Metal und auch melodiösen Trash Metal-Freaks ein Begriff sein dürfte, ist auf den Bühnen zurück! Nachdem seit 2008 keine neue Veröffentlichung der bereits in den frühen 80er Jahren gegründeten Band Squealer aufgeschlagen ist, dürfen sich alle Fans der Nordhessen über ein neues Album freuen! Mit „Behind Closed Doors“ melden sich Lars Döring, Michael Schiel, Sebastian Werner, als neuer Mann am Mikro und Manuel Roth eindrucksvoll zu Wort, um in verändertem Line-up, einem neuen Team im Background und auch einem anderen Label wieder an den Start zu gehen. Unter den Fittichen von Größen wie Roland Grapow (Helloween, Masterplan), welcher sich für den Mix verantwortlich zeichnet, Mika Jussila (Nightwish, Lordi, Children Of Bodom) für das Mastering und Thomas Ewerhard (Amon Amarth, Avantasia) als Artwork-Künstler, gehen Squealer mit einem starken, inzwischen neunten Studio-Album in die Vollen. Bereits auf dem Metal-Traumschiff 70.000 Tons Of Metal, konnte das neue Line-up seine Fans und neue Zuhörer überzeugen. Nach einem schweren Schicksalsschlag im Jahre 2005, bei welchem ihr Sänger und Mitbegründer Andreas „Henner“ Allendörfer bei einem Unfall ums Leben gekommen war, strauchelten Squealer und fanden mit ihrer letzten Scheibe „The Circle Shuts“ wieder ihren roten Faden. Squealer, als hervorragende Live-Band, die bereits mit Acts wie Judas Priest, Motörhead, Rage oder Blind Guardian die Bühnen gerockt hatten, legen mit „Behind Closed Doors“ ein starkes und mit frischem Wind in den Segeln aufbrechendes Machwerk vor, welches durch und durch für einen positiven Neustart spricht! Auf Live-Termine ab Ende 2018 und in 2019 dürfen wir uns nach Aussagen des Managements freuen.    

Steve Leikeim

Little Caesar
„Eight“
Golden Robot/Soulfood

Warum die alten Down To Earth-Rock ’n’ Roller Little Caesar ihr sechstes Studio-Album „Eight“, also „Acht“ nennen, das hat mir bisher noch niemand erklärt. Vielleicht haben sie etwaige Live-Platten oder EPs aus der Vergangenheit mitgezählt, vielleicht beziehen sie sich auch nur auf das auf dem plakativen Cover abgebildete Unglückssymbol des Eight-Balls, das möglicherweise andeuten soll, dass für die sympathische Band aus Los Angeles, USA, nicht immer alles glatt gelaufen ist. Die neue Platte der rockenden Bande um Whisky-Kehlchen Ron Young ist allerdings kein Grund, um unglücklich zu sein. Nein, sie fügt sich nahtlos und unverkennbar in die Band-Diskografie ein und rockt ehrlich, erdig, unverfälscht, wie man das von Little Caesar von jeher gewohnt ist. Den Drive und die Vielfalt beispielsweise ihres legendären Debüts können sie hier zwar nicht wiederholen, aber der saftige Rocker „21 Again“ gleich zu Beginn, der fließende, etwas an Social Distortion erinnernde Rock ’n’ Roller „Mama Tried“ oder das swingende „Crushed Velvet“ können durchaus überzeugen. Die angenehme Reibeisen-Rtimme von Ron erfreut immer noch die Gehörgänge, auch in langsameren Stücken wie „Time Enough For That“. Die Instrumentalisten spielen allesamt tight und sattelfest, aber gerade zum Schluss der Scheibe hin fehlt ein wenig Abwechslung und Raffinesse in den Kompositionen. Solide, das ist das treffende Wort. Aber ein später Aufbruch in bessere Zeiten ist dieses Album für den kleinen Cäsar nicht.
Jürgen Lugerth


The Dead Daisies
„Burn It Down“
Spitfire/SPV

Der Name The Dead Daisies steht – bezogen auf den aktuellen Output – im absoluten Kontrast zum neuen Release „Burn It Down“, wobei man den Albumtitel bitte auch nicht missverstehen mag. Gnadenlos wie eine Dampfwalze sind die Herrschaften mit Sänger John Corabi, Gitarrist Doug Aldrich, Gitarrist David Lowy, Basser Marco Mendoza und Schlagzeuger-Neuzugang Deen Castronovo auf keinen Fall unterwegs. Die Jungs haben’s einfach drauf und wissen, wie man knackigen Hardrock mit einem hohen Spaßfaktor präsentiert, ohne den Bezug zum Wesentlichen zu verlieren. „Let The Music Do The Working“ ist eine wichtige Grundlage, weg von Worthülsen, umfangreichen Erklärungen, Statements und mehr. Vinyl auflegen beziehungsweise CD einlegen – und wow! Da ich old school bin, lasse ich den rein digitalen Sektor einfach weg, kein Flair. Nashville als frühere Country-Metropole hat sich gewaltig gewandelt und ist nun ein Rock ’n’ Roll-Anziehungspunkt. Wen kann’s von daher verwundern, dass The Dead Daisies zusammen mit Produzent Marti Frederiksen in diesem Neuzeit-Eldorado „Burn It Down“ aufgenommen haben. Schon die Einstiegsnummer „Resurrected“ katapultiert einen ganz weit nach oben. Das wuchtige „Rise Up“ oder „Burn It Down“ mit einem gewissen modernem Whitesnake-Feeling, das schnelle „Bitch“ und „Judgement Day“ – alles Nummern, die einen in hohen Wohlfühl-Sphären gefangen halten, wobei es sich hier keinesfalls um einen Zwangsaufenthalt handelt. Viele Mega-Line-ups präsentieren gerade mal mit Müh und Not eine Scheibe. Hier haben wir – mit leichten Veränderungen ab den prägnanten Zeiten – eine Beständigkeit, die ihresgleichen sucht und sicherlich mit ein Garant dafür ist, dass The Dead Daisies so munter blühen.
Marco Magin



Enyomia
„Break Free“
Pure Legend/Soulfood

Während Kollege Neuderth die meisten Alben von Pure Steel behandelt, musste ich ihm das Thema Enyomia einfach abluchsen. Underground Metal gibt’s hier sowieso nicht, sondern gutes Futter für Fans von Nightwish, Within Temptation oder Epica. Auch wenn das Genre etwas ausgereizt ist, weiß diese neue Band aus Minneapolis zu begeistern. Breitbandkino-Metal vom Feinsten, vielen tollen Melodien und einer Spitzensängerin (Phyllis Rutter) bekommt man auf „Break Free“ geboten. Der einzige Querverweis zur Undergroundszene ist Bassist Mike Lepond, der auch schon bei Heathen’s Rage gezockt hat, aber natürlich bekannter ist, da er die vier Saiten auch bei Symphony X gezupft hat. Mit viel Emotion und Gefühl zelebriert das Quintett neun Stücke, die es auf 42 Minuten bringen. Neben den genannten Bands kann man auch Einflüsse von alten Queensrÿche heraushören. Das harte, aber hochmelodische „Take A Look“ ist für mich das Highlight und besticht mit einem Refrain mit Ohrwurmcharakter. Auch das abschließende „When It’s Over“ geht mit Doublebass ziemlich nach vorne. Eine tolle Platte, die hoffentlich ihren Weg machen wird.
Dieter Meyer


Alex Beyrodt’s Voodoo Circle
„Raised On Rock“
AFM/Soulfood

Vieles ist beim Gitarristen Alex Beyrodt und seinem Voodoo Circle im Neuen Jahr gleich geblieben, aber nicht alles! Nach dem überraschenden Ausstieg von Shouter David Readman musste Ersatz gefunden werden, denn das neue Album war schon so gut wie fertig geschrieben. Den fand Alex mit Herbie Langhans auch recht flott und die große Frage war, ob der denn auch ein geeigneter Kandidat für den Posten am Mikrofon ist. Dem muss nach eingängigem Studium von „Raised On Rock“ ganz klar ein dickes JA mit Ausrufezeichen folgen! Denn abwechslungsreicher und vor allem vielschichtiger hat bis dahin noch keines der bisherigen vier Voodoo Circle-Alben geklungen. Was auch ganz klar an der Leistung des Sängers liegt, der mir zuvor nur als Gast bei der letzten Tour von Avantasia her bekannt war. Dort hat er mir allerdings nicht so gut gefallen wie jetzt bei VC, aber das nur am Rande. „Running Away From Love“ eröffnet den Reigen der elf neuen Songs noch ganz typisch im gewohnten Sound der weißen Schlange, doch schon das gleich darauf folgende „Higher Love“ wartet mit dem Einsatz einer Talkbox auf, die diesem flotten Stück etwas ganz Cooles und ein besonderes Flair verleiht. Im weiteren Verlauf ist dann mit „You Promised Me Heaven“ ein echter Hard Rock-Hit zu bewundern, dem, wenn es gerecht zugehen würde, ein Einsatz im Radio nichts entgegenstehen sollte. Dem stehen zum Beispiel „Ultimate Sin“ oder „Unknown Stranger“ gegenüber, die auch gut und gerne auf jedes Primal Fear-Album passen würden, weil hier das Tempo enorm hoch ist. Auch der Blues kommt nicht zu kurz, „Chase Me Away“ erinnert vom Stil her sehr an Gary Moore und sein „Parisienne Walkways“. Kein VC-Album ohne Balladen, hier heißt die ruhige Übernummer „Where Is The World We Loved“. „Love Is An Ocean“ zum Abschluss beginnt zwar ruhig und akustisch, entwickelt sich jedoch dank geilem Hammond-Gitarren-Duell zum ultracoolen Mähnenschüttler! Starkes Futter, das alle Fans zufriedenstellen wird und bei dem der Titel Programm ist!
Peter Hollecker



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Michael Schenker Fest
Heavy Load
Alex Beyrodt´s Voodoo Circle
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