Hier haben wir eine Auswahl der besten Platten des Monats für Euch getroffen! Natürlich ist die Sache ein wenig subjektiv. Allerdings haben wir darauf geachtet, daß verschiedene Redakteure zum Zuge kommen!

Gypsy Rose
„Reloaded“
Pride & Joy/Soulfood
 


Gute Dinge dauern bekanntlich ein wenig länger, so dann auch bei diesem Album, sowohl was die Vergangenheit als auch was die Gegenwart betrifft. Gegründet wurde die Band bereits im Jahre 1981, nur knappe 25 Jahre später erblickte das erste Album „Gypsy Rose“ im Jahre 2005 das Licht der Welt. Aber auch danach ging es nicht so richtig voran, was – fair enough – nicht ausschließlich an der Band lag. Kurz nach VÖ lösten sich Plattenfirmen auf, nachfolgende Versprechen einiger Produzenten verpufften ergebnislos. Und nun – wiederum 14 Jahre später – wird dieses wirklich tolle Melodic-Rock-Album noch einmal herausgebracht, diesmal mit dem Namen „Reloaded“ und neben den elf „Stamm-Songs“ zusätzlich mit dem Bonustitel „Solitude“. Für alle Rockliebhaber, die mit Gypsy Road noch nicht so vertraut sind, es wird toller Melodic Rock geboten, stimmlich liegt Håkan Gustafsson sehr in der Nähe vom Ex-Bonfire-Sänger Claus Lessmann. Die Songs der achtziger Jahre tönen frisch aus den Boxen, hier können vor allem die rockigen „When You Leave At Night“, „The Look In Your Eye“, die Midtemponummer „Decembernight“ oder das balladeske „Moonlight“ als repräsentative Beispiele genannt werden, knapp 47 Minuten, die sich kein Rock-Fan entgehen lassen sollte!

Alexander Stock


Paul Gilbert
„Behold Electric Guitar“
Mascot/RTD 

Hier ist es also. Das Album, von dem mir Paul Gilbert im letzten Sommer auf dem Weg von Wacken nach Hamburg erzählt hat. Ursprünglich geplant war es, alle zwölf Songs live und über ein Mikrofon aufzunehmen. Satriani-Produzent John Cuniberti verhinderte bei der ersten Kooperation mit dem ehemaligen Racer X-Gitarristen und ewigen Beatles-Fanatiker dieses kühne Vorhaben, und so ist jeder Musiker im Studio einzeln mikrofoniert worden. Aber der Spontanität tat dies keinen Abbruch. „Behold Electric Guitar“ ist live aufgenommen und so schnell als möglich abgemischt worden. Im Gegensatz zum letzten Mr.Big-Album funktionierte hier diese Methode glänzend. Das Werk klingt gut, Gilbert ist spielerisch glänzend drauf, lässt öfters einmal Jazz-Einflüsse zu und Freunde instrumentaler Gitarrenalben werden bei wie immer witzig betitelten Kompositionen der Marke „Sir, You Need To Calm Down“, „Let The Battery Die“ oder „I Own A Building“ mit der Zunge schnalzen.

Nikolas Krofta


Mötley Crüe
„The Dirt Soundtrack“
Mötley Records/Sony 

Noch eine Mötley Crüe-Kompilation. Auf der anderen Seite verständlich. An der Netflix-Verfilmung der Bandbiografie „The Dirt“ kommt man dieser Tage nicht vorbei. Logisch, dass hier auch die begleitende Musik hermusste. Die Songauswahl geht in Ordnung und konzentriert sich hier etwas mehr auf die früheren Veröffentlichungen der Band. Zum Beispiel „On With The Show“, „Red Hot“ oder „Take Me To The Top“. Und diese klingen nach dem erneuten Mastering erstaunlich frisch. Nach Songs vom „Dr. Feelgood“-Album (wobei der Evergreen „Don’t Go Away Mad (Just Go Away)“ erstaunlicherweise ausgelassen worden ist) ist hier Schluss. Den einzigen echten Kaufanreiz stellen neben einem coolen Booklet mit einigen alten Bandfotos und Aufnahmen aus dem Film die vier vom Quartett Neil-Mars-Sixx-Lee neu aufgenommenen und von Bob Rock qualitativ gewohnt hochwertig produzierten Stücke dar. „The Dirt (Est. 1981)“, „Ride With The Devil“, „Crash And Burn“ und auch die raffinierte Version von Madonnas „Like A Virgin“ gehen dabei vollkommen in Ordnung. Aber Ausnahmensongs wie „If I Die Tomorrow“ oder „Bitter Pill“ – Bonustracks älterer Kompilationen – sind es nicht.

Nikolas Krofta



Death Angel
„Humanicide“
Nuclear Blast/Warner
 

Death Angel sind auch seit Jahren eine feste Konstante in der Metalszene. Alben, Festivals und Tourneen bestimmen das Bild. Warum sie quasi mit dem neuen Album „Humanicide“ und ihrem Plattencover der Marke „Wolf trägt Büffelgeweih in Endzeitsetting“ die ähnlichen Alben-Artworks der Scheiben „Relentless Retribution“ (2010) und „The Dream Call For Blood“ (2016) fortführen, kann ich nicht sagen, das Infoschreiben enthüllt es auch nicht! Dafür knallt die harte und gleichzeitig ultramelodische Scheibe der Bay-Area-Jungs 2019 gar einen Ticken mehr als die letzten zwei, drei wahrlich nicht üblen Scheiben. Aber hier klingen die Männer sehr fokussiert und auf den Punkt. Mit Frontmann Mark Osegueda hat die Band auch einer der wenigen echten Sänger in Sachen Thrash Metal an Bord. Aber hier verschwimmen oft die Grenzen zwischen Heavy Metal und Thrash. Aber eines verschwimmt nie – der Sound, der ist glasklar, und die 45 Minuten sind wirklich ein gelungenes Album, was ich so nicht erwartet habe von der Band. Ergo: eine Überraschung für mich plus Respekt an die Musiker von mir! Death Angel sind halt nicht nur eine gute Liveband, sie zünden auch auf Platte, und das mit neuen Songs.

Thorsten Dietrich


Amon Amarth
„Berserker“
Columbia/Sony 

Drei Jahre nach ihrem letzten Rundumschlag wird es wieder Zeit, die Hörer auf dem Weg nach Asgard zu begleiten. Zeit, die nordischen Mythen und Schlachten in brachiale Musik zu verwandeln. Und wer könnte das besser als Amon Amarth? Bereits der Opener „Fafner’s Gold“ zeigt, dass die Schweden keine Gefangenen machen. Es donnert ein Double-Bass-Gewitter auf uns nieder, das von messerscharfen Riffings und Johan Heggs bitterbösem Gesang begleitet wird. Doch wer denkt, dass Amon Amarth ihr Pulver gleich beim ersten Song verschießen, der kennt die Schweden schlecht. Was dann folgt, ist nichts weniger als ein wahnwitziger Ritt. Eine musikalische Reise, gefüllt mit grandiosen Melodien, die zwar durchaus hart sind, aber sich dennoch in die Hirnrinde fräsen. Ich bin eigentlich kein Fan von gutturalem Gesang, doch Amon Amarth sind bei mir eine Ausnahme, da die Melodien so genial sind, dass der Gesang tatsächlich in den Hintergrund rückt. Die Riffs und Soli sind so perfekt geschmiedet, dass man denkt, die Mannen um Sänger Johann Hegg haben den persönlichen Segen von Odin und Thor. Und live werden sie garantiert noch einiges drauflegen.

Pat St. James


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